Elisabeth Putzgruber: „Harmonie durch Herzmeditation“ . Die Tullnerbacherin Elisabeth Putzgruber bietet spezielles Training, das sich auf Wohlbefinden und Balance auswirken soll.

Von Monika Närr. Erstellt am 01. August 2020 (03:39)
Die Enkelinnen von Elisabeth Putzgruber, Emilie (links) und Viola (rechts), unterstützten ihre Oma im Urlaub mit Vorbereitungen für das „Kreative Tullnerbach“: Sie fertigten einen zeichnerischen Leitfaden für die Kinder-Herzmeditation an.
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Sie leitete bis zu ihrer Pensionierung die Personalentwicklung der Bundesforste. Danach absolvierte Elisabeth Putzgruber in Amerika die Ausbildung zur Herzmeditations-Leiterin. Diese Meditationsform bietet sie auch lokal in Einzelsitzungen, Kleingruppen sowie online in internationalen Gruppen an. Im Oktober finden Schnupperkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Rahmen des Kulturwochenendes „Kreatives Tullnerbach“ statt.

NÖN: Was fasziniert Sie gerade an dieser Form der Herzmeditation?
Elisabeth Putzgruber: Wenn ich diese Technik praktiziere, hat sie Auswirkungen auf mein Leben. Es ist wie sportliches Training, ein Lifestyle. Wenn ich nach meinem Herzensrhythmus lebe, dann bin ich Gestalter meines Lebens und kann mehr Einfluss nehmen auf mein Umfeld als mein Umfeld auf mich. Dann übernehme ich Verantwortung für meine Befindlichkeit, für mein Tun und Handeln und mein Denken verändert sich.

Wie kann das persönliche Wohlbefinden durch die Herzmeditation gesteigert werden?
Die Herzrhythmus-Meditation wirkt körperlich, emotional, gedanklich und spirituell. Sie basiert auf der Synchronisation von Herzrhythmus und Atemrhythmus. Die beiden Rhythmen bringen den Körper in Harmonie. Das wirkt sich auf Zufriedenheit, Wohlbefinden, Balance, Zielerreichungen und ganz stark auch auf verbesserte Beziehungen aus.

Was ist der ganz persönliche Nutzen für Sie?
Ein ausgeglicheneres Nervenkostüm. Man entwickelt Fähigkeiten, wie man sich schneller ausbalanciert, wenn einen etwas aus der Bahn wirft. Und man entwickelt in sich eine Kraft, mit allen Lebensumständen besser umzugehen.

Die Herzrhythmus-Meditation wirkt körperlich, emotional, gedanklich und spirituell

Über welche Verbesserungen bekommen Sie Feedback von Ihren Teilnehmern?
Generell kreiert und internalisiert man neue Verhaltensmuster. Davon profitiert das ganze Umfeld, Familie und Freunde. Man wird zu einer Quelle der Freude und Inspiration für andere. Weil man voll aus dem positiven Reichtum der eigenen Gefühlswelt schöpfen kann. Diese Beobachtung und Entwicklung ist bei allen Teilnehmern ähnlich.

Sie bieten diese Meditationsform auch für Kinder und Jugendliche an… 
Die Kultur des Herzens trifft uns alle, passt gut in dieses Zeitalter. Kinder wachsen heute sehr stark mit Negativität und Kritik auf. Ihr Selbstvertrauen ist oft nicht so, wie es von Natur aus wäre. Jugendliche erleben die Schule als die Plattform, in der man Herzenskultur mitbekommt. Mit ihnen mache ich Übungen zum Atmen, Energien spüren oder senden.

Welche Voraussetzungen bringen Sie aus Ihrem früheren Beruf als Personalentwicklerin der Bundesforste mit?
Ich war 43 Jahre bei den Bundesforsten. Begann mit einer Lehre, absolvierte im zweiten Bildungsweg berufsbegleitend die Matura. Als meine beiden Töchter flügge wurden, blieb Zeit für Ausbildungen, nach denen mein Herz verlangte. So habe ich eine systemische Ausbildung in Heidelberg gemacht und mich berufsbegleitend mit Kommunikation, Konflikt, Führung und Teamarbeit beschäftigt. Die letzten 18 Berufsjahre war ich Personalentwicklerin, vor vier Jahren bin ich in Pension gegangen.

Und wie kamen Sie dann zur Herzrhythmus-Meditation?
Ich komme aus Weiden am Neusiedlersee. Aus meinem Ort ist auch Susanna Bair. Sie lernte bei ihrer eigenen Meditationsausbildung ihren Mann Puran Bair kennen. Beide meditieren seit über 40 Jahren und forschen auch in diesem Feld zu Aspekten, die sich dadurch positiv verändern können. Sie haben in Tucson, Arizona eine Privatuniversität aufgebaut, das „Institute for Applied Meditation of the Heart“. Dort habe ich auch meine Ausbildungen absolviert. Ich bin Meditationsleiterin, auch kombiniert mit Einzel- und Gruppencoachings und biete Mentoring als längerfristige Unterstützung an.

Man kann mithilfe der Herzrhythmus-Meditation persönliche Ziele und Wünsche in die Kreativität bringen, spezielle Energien aktivieren und priorisieren.

Welche Zielsetzungen sind Ihnen besonders wichtig?
Man kann mithilfe der Herzrhythmus-Meditation persönliche Ziele und Wünsche in die Kreativität bringen, spezielle Energien aktivieren und priorisieren. Ich freue mich immer, wenn ich meine Kunden bei ihrer Reflexion unterstützen kann und sie für sich eine neue Orientierung finden, eine neue Lebenshaltung oder Lebenseinstellung. In Einzelsitzungen führe ich Vorgespräche zu aktuellen Intentionen der Meditation. Da kann es beispielsweise auch darum gehen, ein proaktives Tun voll in Gang zu setzen, wenn man ein neues Geschäftsmodell entwickeln will. Oder Energien zu fokussieren, um eine Beziehung neu und fruchtbar zu gestalten.