Fasten und Verzicht: Gesundheit steht im Vordergrund. Die Menschen verzichten heute weniger aus spirituellen Gründen, wissen die Pfarrer.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 17. April 2019 (02:30)
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Johann Georg Herberstein stellt schon noch fest, dass Menschen in der Fastenzeit dem lieben Gott näher sein möchten.

Fasten hat heute eine andere Bedeutung als früher. Das wissen auch die Pfarrer der Region. „Im Prinzip bedeutet es Vorbereitung auf die Osterzeit und mehr Zeit für Gebete zu finden“, sagt Marcus König, Pfarrer aus Purkersdorf.

Heute gibt es jedoch das Thema Heilfasten. „Die Menschen nutzen die Zeit um abzunehmen“, so König weiter. Er stellt sehr wohl fest, dass das Spirituelle in dieser Zeit jedoch nicht mehr im Vordergrund steht. „Die Menschen fasten nicht mehr aus religiösen Gründen, sondern mehr aus gesundheitlichen“, sagt König.

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Marcus König sieht, dass Menschen weniger aus spirituellen Gründen fasten.

Auch Pressbaums Pfarrer Johann Georg Herberstein stellt diese Entwicklung fest. „Heute ist die Fastenzeit eine Zeit des Entschlackens“, so Herberstein. Dabei war das nie der Sinn der Fastenzeit. „Die Menschen sollten auf etwas verzichten und sich wieder auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren“, erklärt Herberstein dazu. Obwohl viele aus gesundheitlichen Gründen fasten, gibt es sehr wohl Menschen, die der Kirche nahe sind und sich dem Thema auf eine spirituellere Weise nähern. „Es gibt Menschen, die sich geistig öffnen in dieser Zeit, den spirituellen Blick haben und dem lieben Gott näher sein möchten“, sagt Herberstein.

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