Gute Vorsätze fürs neue Jahr: Was sich Promis wünschen. Am 1. Jänner alles umzukrempeln, davon halten sie nichts. Alle schauen schon nach vorne.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 28. Dezember 2018 (04:00)
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Symbolbild

Mit dem Rauchen aufhören, weniger Alkohol trinken, beim Essen besser aufpassen, ... Das sind so die gängigsten Vorsätze für das neue Jahr. Doch was haben die Promis vor und was halten sie von Neujahrsvorsätzen? Gibt es vielleicht auch den einen oder anderen Wunsch, den sie an 2019 haben?

Gruber-Dorninger
Rudi Dolezal hat ein bewegtes Jahr 2018 hinter sich.

Der Purkersdorfer Rudi Dolezal hat ein sehr bewegtes Jahr hinter sich. Mit dem Dokumetarfilm „Whitney Houston – Close up“ landete er einen Welterfolg. Durch den Film „Bohemian Rhapsody“, der von der Band Queen und hier insbesondere von Dolezal-Freund Freddie Mercury handelt, wanderte der Purkersdorfer abermals ins weltweite mediale Interesse.

„Der Film ist genial, weil er neue Generationen von Menschen anspricht. Die Idee, junge Menschen mit Queen zu infiltrieren, ist voll aufgegangen“, sagt Dolezal begeistert. Für 2019 wünscht er sich, dass seine Entwicklung hin zum internationalen Filmemacher weitergeht. „Und für meine Söhne wünsche ich mir einen möglichst erträglichen Vater, der versucht, ein guter Vater zu sein“, steckt Dolezal sich hohe Ziele. Für Purkersdorf wünscht er sich einen tollen neuen Bürgermeister und für Österreich etwas weniger Kleinbürgerlichkeit.

„Alles was sich mir am 31. Dezember vorgenommen habe, wurde bislang nichts. Funktioniert haben nur Dinge, die langfristig geplant waren.“ Rudi Dolezal

Von Neujahrsvorsätzen hält er wenig. „Alles was sich mir am 31. Dezember vorgenommen habe, wurde bislang nichts. Funktioniert haben nur Dinge, die langfristig geplant waren“, erzählt Dolezal, der so beispielsweise mit dem Rauchen aufgehört hat.

NOEN
Monica Weinzettl ist mit den Gedanken schon im nächsten Jahr.

Ähnlich sieht das auch Kabarettistin Monica Weinzettl : „Ich bin kein Fan von Vorsätzen.“ Die mache man besser das ganze Jahr über. „Das Umsetzen am 1. Jänner halte ich für bedenklich. Das ist der schwächste Tag im Jahr, da spürt man meist noch die Nachwehen von Silvester“, sagt sie. Für 2019 wünscht sie sich, dass das neue Programm „Zum x-ten Mal“ ähnlich gut beim Publikum ankommt wie die Programme davor. „Das ist das zehnte gemeinsame Programm von Gerold und mir, deshalb auch der Titel“, erklärt sie. Premiere ist Ende Februar. Bei ihren Mitmenschen wünscht sie sich mehr Empathie. „Das wird aber leider nicht in Erfüllung gehen, daher wünsche ich mir, dass ich mit dem derzeitigen Zustand besser umgehen lerne“, so Weinzettl.

NOEN
Schauspielerin Felicitas Ruhm will mehr die Ruhe bewahren.

Dass sich die Menschen wieder weniger in Kleinkriegen verzetteln, das wünscht sich Schauspielerin Felicitas Ruhm : „Sowohl im privaten Rahmen, als auch in größeren Zusammenhängen.“ Sie selbst hat sich vorgenommen, weniger leicht zu explodieren. „Einfach tief durchatmen und friedlich bleiben“, plant Felicitas Ruhm.

Große Pläne für das kommende Jahr

NOEN
Markus Kadensky will mit Edmund ein zweites Album vollenden.

Derzeit gar nicht zu Atem kommt der Pressbaumer Markus Kadensky . „Wir drehen im Moment ein Video für ,Prinzessin’“, erklärt er. Für das Band-Duo „Edmund“, das er gemeinsam mit Roman Messner gegründet hat, verlief 2018 so richtig gut. Ihren Durchbruch schafften sie mit dem Clip zum Lied „Freindschoft“, das mittlerweile auf Youtube über drei Millionen Mal angeklickt wurde. „Vorsätze mache ich keine. Das hat bei mir noch nie funktioniert. Das Rauchen wird automatisch weniger bei mir“, sagt Kadensky.

Güssinger Kultursommer
Frank Hoffmann hofft auf gutes Gelingen beim neuen Projekt.

Ein besonderes Jahr geht auch für den Schauspieler Frank Hoffmann zu Ende. Er feierte heuer seinen 80. Geburtstag. Doch sein Blick richtet sich bereits nach vorne. „Mein Wunsch ist, dass ich die Regiearbeit im Kultursommer in Güssing wieder gut über die Bühne bringe“, so Hoffmann. Dort steht die Komödie „Wie man Hasen jagt“ von Georges Feydeau auf dem Programm. Mit Vorsätzen zum Jahreswechsel fängt auch er nicht viel an. „Mit dem Rauchen habe ich vor 40 Jahren aufgehört und Alkohol trinke ich keinen. Die einzige Schwäche, die ich noch habe, sind Süßigkeiten“, schmunzelt er. Es würde aber, seiner Meinung nach, auch nichts bringen, Vorsätze an einem bestimmten Datum umsetzen zu wollen. „Man muss einem Vorsatz Zeit geben, um ihn auch einzusehen“, sagt Hoffmann.