Jeder fastet auf seine Weise. Bürgermeister Stefan Steinbichler kann zufrieden Bilanz ziehen. Er nutzte die Zeit, um zehn Kilo abzuspecken.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 17. April 2019 (03:27)
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Er hat sich geschunden und gequält. Doch es hat sich ausgezahlt, zehn ganze Kilo hat Purkersdorfs Bürgermeister Stefan Steinbichler in der Fastenzeit bereits abgenommen. „In dieser Zeit ist es auch gesellschaftlich am meisten toleriert, dass man sich kasteit“, sagt Steinbichler. Wie er es geschafft hat und was andere Promis der Region getan haben, um in der Fastenzeit ein wenig abzuspecken, erfragte die NÖN.

Herzhaft beißt er in eine Karotte, und das macht ihm gar nichts aus. Seit Aschermittwoch hat sich Bürgermeister Stefan Steinbichler in eine strenge Diät begeben. „Ich habe auf Alkohol verzichtet und versuche bei den Speisen möglichst auf Kohlenhydrate zu verzichten“, verrät er sein Geheimnis. Doch nicht nur bei Speisen und Getränken schaut er genauer, er hat auch wieder mit Sport begonnen. „Hauptsächlich verbrenne ich am Cross-Trainer meine Kalorien“, ist Steinbichler stolz darauf, die Fastenzeit genutzt zu haben, um wieder in Form zu kommen.

„Einmal ist es Alkohol, das nächste Mal Süßigkeiten, einmal habe ich sogar auf Fleisch verzichtet.“ Andrea Kdolsky, ehemalige Gesundheitsministerin

Pressbaums Amtskollege Josef Schmidl-Haberleitner hat schon acht Kilo abgenommen. „Ich habe zehn Tage vor der Fastenzeit ein paar Tage im Stift Geras verbracht“, erzählt Schmidl-Haberleitner. Seither hat er auch noch die Ernährung umgestellt, was auch religiöse Gründe in der Familie hat. Freitags gibt es beispielsweise kein Fleisch. Und einen Zeitplan gibt es auch.

„Ich esse nur an acht Stunden des Tages, die restlichen 16 Stunden nicht. Das heißt, ich esse von 17 Uhr bis 9 Uhr morgens nicht“, so Schmidl-Haberleitner, der sich diesen Zeitplan von Abschnittsfeuerwehr-Kommandant Viktor Weinzinger abgeschaut hat.

Bewusstere Ernährung hat sich auch Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schröder in der Fastenzeit vorgenommen: „Ich lasse manche Mahlzeiten aus und versuche, mehr Obst zu essen, weniger Kaffee und mehr Wasser zu trinken. Außerdem achte ich darauf, dass ich mich mehr an der frischen Luft bewege.“ Eine gute Gelegenheit, um sich etwas einzuschränken, ist die Fastenzeit auch für Schröders Stellvertreter Max Ovecka: „Wir bei der Feuerwehr essen bewusster und weniger Süßes. Auch weniger Alkohol wird getrunken, außer an Sonntagen und am Bezirksfeuerwehrtag – aber der ist ja wie ein Feiertag.“ Einschränkung beim Alkohol ist auch für Schröder ein Thema: „Bei der Vielzahl an Terminen ist es aber of gar nicht so einfach, ein Glaserl Wein abzulehnen. In der Fastenzeit ist jedoch mehr Verständnis dafür da.“

„Wir bei der Feuerwehr essen bewusster und weniger Süßes"

Rundherum zufrieden zeigt sich die ehemalige Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky. Seit sie vor zwölf Jahren ganze 40 Kilo abgenommen hat, kann sie von Diäten ein Liedchen singen. Dennoch nutzt sie alljährlich die Fastenzeit bewusst, um auf Genussmittel zu verzichten. „Einmal ist es Alkohol, das nächste Mal Süßigkeiten, einmal habe ich sogar auf Fleisch verzichtet“, erzählt Kdolsky.

Generell nimmt die Ärztin aber in der Gesellschaft eine regelrechte Hysterie wahr, was Abnehmen und Fasten angeht. „Das betrifft anscheinend auch immer mehr Männer, die sich in Diäten hineinstürzen“, erzählt sie. Dabei gibt sie aus medizinischer Sicht zu bedenken, dass man vor einer Gewichtsreduktion in sich gehen sollte, und sie empfiehlt auch eine Voruntersuchung machen zu lassen, um den Grundumsatz festzustellen und danach die Kalorienaufnahme zu wählen. „Auch wenn es viele Bestseller-Autoren von Diätbüchern nicht gerne hören, am wirksamsten ist immer noch „fdH“ (friss die Hälfte; Anmerkung der Redaktion). Wir essen ohnehin zu viel, dafür, wie wenig wir uns körperlich bewegen“, verweist Kdolsky auch auf ausgewogene Ernährung.

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