Kleiner Stich, der Leben rettet. Rotes Kreuz sucht mit Aktion nach neuen fleißigen Spendern.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 26. Juni 2019 (03:01)
Martin Gruber-Dorninger
Alexander Klakocer und Michael Kubalek schauen dem Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes, Wolfgang Uhrmann, genau auf die Finger, wenn der einem der fleißigsten Spender der Region, Mauerbachs Feuerwehrkommandant Harald Pollak, bei der Blutspende unterstützt. 115 Mal hat Pollak schon Blut gespendet und er hat nicht vor, so bald damit aufzuhören.

33 Blutkonserven brauchte ein Mitglied des Roten Kreuzes Bruck an der Leitha. Ein Moment, der Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann so richtig die Augen öffnete. „Ich gehe viermal im Jahr Blut spenden. Wenn ich das konstant zehn Jahre lang mache, dann würde das gerade ausreichen, um meinen Kollegen aus Bruck an der Leitha mit genügend Blut zu versorgen“, fing Uhrmann aufgrund des Vorfalles so richtig zum Nachdenken an. Mit ein Grund warum die Bezirksstelle Purkersdorf-Gablitz jährlich mit überdurchschnittlichen Blutspenden in der Statistik glänzt.

„Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit"

In den Sommermonaten, wenn viele Blutspender Urlaub machen, ist der Lebenssaft aber oft Mangelware. Das Blut kann nicht länger als 42 Tage aufbewahrt werden. Kranke oder verletzte Menschen sind deshalb auf regelmäßige Spenden angewiesen. Einer, der ständig für Nachschub sorgt, ist Mauerbachs Feuerwehrkommandant Harald Pollak. Bald hat er die 115-Marke übersprungen.

„Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit. Obendrein habe ich bei jeder Spende gleich eine Blutuntersuchung dabei“, lässt sich Pollak die Untersuchungsergebnisse gerne zuschicken, um eine Kontrolle über seinen Gesundheitszustand zu haben.

Ein prominenter Blutspender ist auch der ehemalige Purkersdorfer Bürgermeister Karl Schlögl. „46 Mal habe ich bereits Blut gespendet. Jetzt muss ich damit allerdings bis September warten, da ich im März weiter weg auf Urlaub war“, erklärt Schlögl. Er sei jedenfalls mit Gesundheit gesegnet und er könne mit seinem Blut ein wenig dazu beitragen, dass Menschen geholfen wird, die nicht in dieser glücklichen Lage sind.

„Es fällt leichter, wenn man bei der ersten Blutspende von einem erfahrenen Blutspender begleitet wird“

Die nächste Gelegenheit für eine Blutspende bietet sich am Purkersdorfer Jakobimarkt an, am 27. Juli, von 14 bis 17.30 Uhr im Stadtsaal. Das Team der Blutspende und das Rote Kreuz Purkersdorf-Gablitz haben sich sogar zusätzlich etwas einfallen lassen, um noch mehr Menschen vom Blutspenden zu überzeugen. „Es fällt leichter, wenn man bei der ersten Blutspende von einem erfahrenen Blutspender begleitet wird“, erklärt Uhrmann.

Unter dem Motto „sharing is caring“ wird am Jakobimarkt auch ein Gewinnspiel veranstaltet. Hauptpreise sind eine Smartwatch und ein Tablet, die Spender widmen, die einen Erstspender zu einer Spende begleiteen. „Blut kann man nicht künstlich ersetzen. Es gibt nur das Naturprodukt“, daher ist jede Spende von großer Bedeutung, bekräftigt Wolfgang Uhrmann.

Umfrage beendet

  • Geht ihr Blutspenden?