Purkersdorf

Erstellt am 18. Januar 2017, 05:40

von Lisa-Maria Seidl, Marlene Trenker und Maria Prchal

Nahverkehr: Züge alle 15 Minuten?. Purkersdorf möchte den Viertelstundentakt für die S-Bahn. Pressbaum kämpft um 30-Minuten-Takt.

Wenn es nach Purkersdorf geht, soll die S50 bald alle 15 Minuten fahren.  |  NOEN, tovovan/www.shutterstock.com

Seit Jahren wird um bessere Zugverbindungen in der Region gekämpft. Orte wie die Stadtgemeinden Purkersdorf und Pressbaum streben dabei einen verbesserten Takt an.

Liste Baum & Grüne, SPÖ und NEOS stellen daher den Dringlichkeitsantrag zur Verstärkung des Westbahn-Angebots entlang der Westbahnstrecke. Sie sprechen sich für einen Viertel-Stunden-Takt in der Zeit zwischen fünf und 14 Uhr aus.

„Die technischen Voraussetzungen sind gegeben. Jetzt geht es nur mehr um die Kostenfrage“

Karl Schlögl, Bürgermeister

„Stärkung des öffentlichen Verkehrs stärke die Lebensqualität der Stadtgemeinde“, heißt es im Antrag. „Die technischen Voraussetzungen sind gegeben. Jetzt geht es nur mehr um die Kostenfrage“, sagt Bürgermeister Karl Schlögl und fügt hinzu: „Besonders Wien müsste großes Interesse haben, so viele Pendler wie möglich von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Aus dem Büro der Wiener Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou heißt es, dass großes Interesse an der Attraktivierung des Nah- und Regionalverkehrs bestehe.

Vonseiten des Verkehrsministeriums wird der Stadtgemeinde versichert, dass die Anliegen Purkersdorfs bei den Gesprächen zu den neuen Verkehrsdienstverträgen mit einbezogen werden.

Die Stadtgemeinde Pressbaum kämpft seit Jahren für eine bessere Zugverbindung. „Wir fordern schon seit längerem einen Halbstundentakt sowie die Verlängerung der S50 bis Neulengbach“, heißt es von Peter Grosskopf, der als früherer Mitarbeiter der ÖBB noch immer beste Verbindungen zum Unternehmen hat.

Um eine Förderung vom Land bemühen

Der Stand der Verhandlungen ist folgender: „Wir werden das Thema bei der kommenden Verkehrsdienste-Verhandlung zur Sprache bringen. Wir haben Kontakt mit dem Büro des Bundesministeriums aufgenommen, wo uns gesagt wurde, dass wir uns beim Land um eine Förderung bemühen sollen“, so Grosskopf. VOR hat ebenfalls Verständnis: „Auch im Gespräch mit dem VOR wurde uns großes Verständnis entgegengebracht.

Wir haben uns mit einem Bürgermeisterbrief direkt an den Landeshauptmann Pröll gewendet, der uns an Verkehrslandesrat Wilfing verwiesen hat. Wir warten noch auf eine Reaktion seitens des Verkehrslandesrats§, so Großkopf. Und: „Wir warten derzeit auch noch auf das Angebot der ÖBB, aber die Kosten werden etwa 2 bis 2,5 Millionen Euro betragen. Wenn wir eine Finanzierung auftreiben können, wird der Halbstundentakt frühestens ab Dezember 2017 in Kraft treten.“

Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner zeigt sich ebenfalls kämpferisch: „Wir wollen einen verstärkten Zugverkehr für die drei Stationen in Pressbaum. Wir sind auch schon in dauernden Verhandlungen mit den entsprechenden Stellen. Die Angebote werden bei uns sehr gut genutzt, also denke ich, es ist durchaus gerechtfertigt, hier den Verkehr zu verstärken.“

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