Neuer Stufenplan „besser als Lockdown“. Region Purkersdorf: Wirte hoffen, dass der neue Stufenplan weiteren Lockdown verhindert. Auch eine 2G-Regel würde man in Kauf nehmen.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 15. September 2021 (04:00)
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Viele Gäste von Niki Neunteufel sind bereits geimpft.
Baumgartner

Im Moment gibt es im neuen Stufenplan der Bundesregierung keine verschärften Zutrittskontrollen in die Gastronomie. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat aber bereits angekündigt, dass bei 25 Prozent Auslastung auf den Intensivstationen auch für die Gastro eine 2G-Regel kommen könnte.

Niki Neunteufel vom Nikodemus in Purkersdorf sieht dieser Verschärfung derzeit noch verhältnismäßig gelassen entgegen. „Wenn es in der Gastronomie zu einer 2G-Regel kommt, glaube ich nicht, dass ich mir um mein Stammpublikum Sorgen machen muss“, sagt Neunteufel. Rund 80 Prozent seiner Gäste zeigen bei einer 3G-Kontrolle einen Grünen Pass oder einen Impfpass vor. Der Gastronom hofft nur, dass seine geplanten Veranstaltungen wie gehabt stattfinden können. Und auch wenn der neue Stufenplan nicht zur Gänze nachvollziehbar sei, für Neunteufel sind verschärfte Maßnahmen besser als ein weiterer Lockdown. „Das würde die Branche nicht überleben“, so der Gastronom.

Auch im Gasthaus Hochramalpe in Gablitz hofft Wirt Klaus Heinisch, dass es zu keinen neuerlichen Schließungen kommt. Wie sich die verschärften Maßnahmen auf das Geschäft auswirken werden, kann Heinisch noch nicht abschätzen. Dass die Antigen-Tests bei Stufe 1 nur noch 24 Stunden gültig sind, sei nämlich insofern kein Problem, da es auch im Gasthaus die Möglichkeit gibt, einen Coronatest durchzuführen. „Ein hoher Anteil unserer Gäste ist auch schon geimpft“, erklärt Heinisch.

Skeptisch ist der Wirt bei den verschiedenen Maskenpflichten. „Das kann kein Mensch mehr kontrollieren“, meint der Wirt, der glaubt, dass auch in der Gastro wieder eine Maskenpflicht kommen könnte. „Wenn sich das Geschäft in Richtung Herbst ins Haus verlegt, kann ich mir vorstellen, dass eine Maskenpflicht kommt. Dann werden wir sie tragen, ganz einfach“, so der Gastronom.

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