Erstellt am 29. Juli 2018, 02:51

von Martin Gruber-Dorninger

Peter Buchner: „Wer sudert, bringt nichts weiter“ . Bürgermeister über den Wolf in Mauerbach die Arbeit im Gemeinderat und das Thema „Sportplatz“.

Mauerbachs Bürgermeister Peter Buchner wählte das Feuerwehrfest in Steinbach als Gesprächsort mit Redaktionsleiter Martin Gruber-Dorninger.  |  Robert Jandl

Die Purkersdorfer NÖN nutzt die Sommermonate zu Gesprächen mit den Bürgermeistern der Region. Mauerbachs Ortschef Peter Buchner stellte sich dafür ebenfalls zur Verfügung. Er spricht unter anderem über den Kutscherstall, Gemeindearbeit und den Wolf.

NÖN: In den Gemeinderatssitzungen ist es in den letzten Jahren oft um den Kutscherstall gegangen. Sind Sie froh, dass es jetzt auch wieder andere Themen gibt?
Peter Buchner: Ja. Aber so sind eben die Abläufe. Gerade wenn es ums Geld geht, braucht es Beschlüsse. Dabei sollte weitgehend Konsens herrschen. Es hat keinen Sinn, solche Dinge alleine durchzuboxen. Die reine Revitalisierung liegt etwa 20 Prozent über der Planung.

NÖN: Ein paar graue Haare dürften bei Ihnen dazu gekommen sein. Wie groß ist die Erleichterung, dass alles fertig ist?
Ich war jeden Tag auf der Baustelle, um den Bauablauf mitzubekommen. Von der Bodenplatte, bis zum Eindecken des Daches, sozusagen. Wie bei allen historischen Bauten ist natürlich ein gewisses Restrisiko dabei. Es gab kleinere und größere Probleme, aber es ist alles gut gegangen. Vor allem auch durch die Unterstützung des Landes NÖ und die gute Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt. Vorher haben immer alle gesagt, dass eine Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt teuer wird und alles lange dauert. Ich bin eines Besseren belehrt worden, die waren wirklich auf Zack.

„Das Thema Sportplatz ist abgeschlossen.“ Peter Buchner

Was gibt es an neuen Projekten?
In dieser Amtszeit, hauptsächlich die Sanierung der Hauptstraße, und wir wollen in die Planungsphase für die neue Ortsbeleuchtung eintreten.

Bei den Nachbargemeinden Tullnerbach und Wolfsgraben gab es Auszüge aus dem Gemeinderat. Kommen da alte Gefühle hoch?
Nein. Ich vergesse die Vergangenheit und denke immer nur an die Zukunft. Wenn man nur in der Vergangenheit schwelgt und darüber sudert, dann bringt man nichts weiter. Die Arbeit im Gemeinderat ist in den letzten Jahren besser geworden, es wird konstruktiver gearbeitet. Manches wird hinterfragt, das ist auch legitim. Im Großen und Ganzen funktioniert es aber reibungslos.

Sie werden also noch einmal bei der nächsten Wahl antreten?
Das wird der Parteivorstand entscheiden. Ich stehe jedenfalls dafür zur Verfügung. Wir wollen den Wahlkampf jedenfalls so kurz wie möglich halten. Die Leute haben das ja auch schon satt.

Wird der Sportplatz wieder ein Thema?
Ich glaube, das ist abgeschlossen. Nachdem der Verein in dieser Form nicht mehr existiert, werden wir auf dem bestehenden Platz die Jugendarbeit forcieren und den Jungen ermöglichen, ihrem Hobby nachzugehen. Es ist schwierig, einen aufgelösten Verein wieder zum Leben zu erwecken.

In den letzten Wochen hat auch der Wolf für Aufregung gesorgt. Bei Ihnen auch?
Der Wolf ist ein Raubtier, der in der Natur lebt und sehr oft auf Wanderschaft geht. Man braucht aber keine Angst haben, da der Mensch nicht in das Beuteschema hineinpasst. Aber natürlich ist Vorsicht geboten und ich empfehle jedem, der in den Wald geht, aufzupassen. Dort leben wilde Tiere. Ich hätte vor einer Bache mit ihren Frischlingen mehr Angst. Die Natur ist so und der Mensch soll sie auch nicht korrigieren. Fürchten muss man sich aber überhaupt nicht.

Warum haben Sie das Feuerwehrfest in Steinbach als Ort für das Sommergespräch gewählt?
 Es hat sich einerseits gerade so ergeben. Andererseits bin ich gerne an öffentlichen Orten und ich bin keiner, der sich versteckt. Es soll auch jeder wissen, dass er jederzeit mit mir über alles und jedes Problem reden kann.

Nächste Woche stellt sich der Gablitzer Bürgermeister Michael Cech den Fragen der Purkersdorfer NÖN.