Polizei setzt auf Prävention. Dämmerungseinbrüche waren unter anderem Thema beim „Gemeinsam-sicher-Treffen“ in Mauerbach.

Von Beate Riedl und Marlene Trenker. Erstellt am 23. November 2018 (05:47)
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Mauerbachs Postenkommandant Roman Brunner (l.) die Bürgermeister Michael Cech (Gablitz), Claudia Bock (Wolfsgraben), Peter Buchner (Mauerbach (v. l.) und Stefan Steinbichler (r.) beim „Gemeinsam sicher-Treffen“ mit Bezirks-Polizeikommandant Gerhard Pichler (2. v. r.) .
privat

REGION PURKERSDORF Der Schock stand einem Hausbesitzer in Pressbaum ins Gesicht geschrieben, als er am Mittwochabend nach Hause kam und bemerkte, dass in sein Haus eingebrochen worden war. Der oder die Täter brachen die Terrassentür auf, im Inneren des Hauses machten sie sich auf die Suche nach Beute. Mit einer Klarinette samt Koffer, Schmuck und Laptop suchten sie unerkannt das Weite. Der Hausbesitzer erstattete Anzeige bei der Polizei.

Jetzt, wenn es wieder früher dunkel wird, kommt es häufiger zu Einbrüchen. Um dem entgegenzuwirken, „finden auch bei uns im Bezirk mehrmalige Schwerpunktaktionen statt. Allgemein konnten wir durch diese Maßnahmen einen starken Rückgang bei den Dämmerungseinbrüchen herbeiführen“, berichtet Karl Groß vom Bezirkspolizeikommando St. Pölten-Land.

So gab es im Bezirk St. Pölten von September bis Anfang November 14 Einbrüche, vier davon in der Region. Zusätzlich setzt die Polizei auf Prävention bei der Bevölkerung: „Prävention ist immer ein Thema und soll, beziehungsweise muss, immer wieder angesprochen werden. Oft beschäftigt sich die Bevölkerung erst dann damit, wenn sie selbst Opfer geworden ist, weil die Menschen teilweise nicht damit gerechnet haben, dass sie Opfer eines Einbruches werden können“, weiß etwa der Mauerbacher Inspektionskommandant Roman Brunner.

Wichtiges Thema für die Polizei

Deshalb versuche die Polizei immer wieder, durch Veranstaltungen das Thema Prävention an die Bevölkerung zu bringen. Auch bei den „Gemeinsam -Sicher“-Informations- und Koordinationstreffen am Mauerbacher Gemeindeamt am Montag waren die Dämmerungseinbrüche Thema. Dabei stellte die Polizei unter anderem die Tatortarbeit vor. „Unsere Beamten führen hervorragende Spurensicherungsarbeiten durch, deshalb kommt es zu hohen Aufgriffen von Tätern, auch im Ausland“, so Groß. Deshalb sei es wichtig, sofort die Polizei zu verständigen und keine Spuren zu vernichten, in dem man gleich mit Aufräumungsarbeiten beginnt. Brunner fügt hinzu: „Bitte bei verdächtigen Wahrnehmungen rechtzeitig anrufen, lieber einen Anruf zu viel als zu spät.“

Hubert Wammerl von „Heimdall-Alarmsysteme“ empfiehlt als Einbruchsschutz im Privatbereich die „Jablotoron 100“. Das ist mit Abstand die beliebteste Alarmanlage“, so Wammerl.

Dabei handelt es sich um eine Hybridanlage, die bei einem Neubau eines Hauses fix eingebaut werden kann und bei bestehenden Bauten über Funk gesteuert werden kann. Von einem zertifizierten Errichter eingebaut, verfügt diese über die Norm „EN 50131“. „In diesem Fall bekommt man eine Förderung für die Alarmanlage“, erklärt Wammerl.