Rotes Kreuz ist Ansprechpartner für Bevölkerung. Coronavirus-Fälle gibt es auch in der Region. Vergangene Woche wurden Fälle in Pressbaum sowie Purkersdorf bekannt. Wie die Virus-Tests ablaufen und, wie die Situation beim Roten Kreuz ist, berichtet Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 25. März 2020 (03:57)
Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann bei den regelmäßigen Besprechungen.
Rotes Kreuz Purkersdorf-Gablitz

NÖN: Aus wie vielen Personen besteht en Test-Team?
Wolfgang Uhrmann: Tester fahren grundsätzlich alleine, Tester-Team bezieht sich darauf, dass die Dienste im Wechseldienst erfolgen. Um Kreuzinfektionen zu vermeiden oder die Gefahr zu reduzieren, gibt es auch fixe Einteilungen. Dies ist aber immer von dem Bedarf und der Aufgabenstellung abhängig. Wir sind entsprechend ausgebildet und stehen mit den Behörden in Kontakt, dass wir immer auf die Anforderungen rasch und zielgerichtet reagieren können.

Gibt es genug Leute?
Ja, wir sind gut aufgestellt, da die Motivation unserer Hauptberuflichen und Freiwilligen sehr hoch ist und wir auch noch durch ehemalige Zivildienstleistende, die freiwillig helfen wollen, verstärkt werden. Wir gehen aktuell von einem Vollbetrieb aus. Die Bevölkerung kann sich auf uns verlassen, denn auch wir erhalten sehr viel Unterstützung und Zuspruch aus den Gemeinden, nicht nur jetzt, sondern das ganze Jahr über.

"Die Sorgen bestmöglich ausräumen"

Wie ist die Situation generell im Team?
Unsere Mitarbeiter sind sehr motiviert, wir achten auch sehr darauf, dass unsere Leute laufend informiert werden. Natürlich haben wir auch Anpassungen im Dienstbetrieb vorgenommen, um unsere Kollegen bestmöglich zu schützen, aber trotzdem für die Bevölkerung keine Nachteile in der Versorgung zu haben. Der Schutz unserer Mitarbeiter hat höchste Priorität.

Wie ist die Situation bei den Pflegekräften in der Region?
Unser Team der Hauskrankenpflege setzt auf erhöhte Hygiene-Maßnahmen, beispielsweise tragen sie nun nicht nur Handschuhe, sondern auch Masken. Wir haben entsprechend vorgesorgt. In dieser Ausnahmesituation helfen alle Teammitglieder zusammen.

Welche Maßnahmen werden gesetzt, vor allem bei der 24-Stunden-Betreuung?
Wir vom Roten Kreuz haben keine 24-Stunden Betreuung in Purkersdorf. Dafür sind wir aber auch in diesem Themenbereich Ansprechpartner für die Bevölkerung oder die Gemeinden. Darüber hinaus sind wir auch mit den Dienstleistern und Gemeinden in ständigem Kontakt, um die Sorgen und Bedenken bestmöglich auszuräumen.