Schulsportstätten für Vereine: Es würde noch mehr gehen. Die Vereine dürfen in die Turnsäle. könnten aber Programm noch ausbauen. Vom Schuldirektor über den Schulwart bis zum Bürgermeister und oft wieder retour – der Weg zu einem geöffneten Turnsaal ist für Sportvereine oft ein langer und beschwerlicher. Dabei zeigt eine Studie der Sportunion, dass Bedarf an zusätzlichen Hallenzeiten besteht. Die NÖN hörte sich in der Region um.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 11. September 2019 (03:19)
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Der Verein Ku Shin Kai trainiert im Turnsaal der Purkersdorfer Volksschule und würde sich freuen, auch an Wochenenden und in den Ferien Trainingsstunden abhalten zu können.

 In der Region haben die Vereine Zugang zu den Schulsportstätten. Doch das Programm könnte noch mehr ausgebaut werden.

„Wir könnten noch mehr anbieten, wenn wir mehr Sportstätten zur Verfügung hätten“, sagt Sandra Schmudermaier von der Mauerbacher Sportunion. Vor allem würde es dort an Außenanlagen fehlen.

Wir haben mit den Schulen eine sehr gute Kooperation“ Sylvia Arnberger, Obfrau der Sportunion Tullnerbach, über die Zusammenarbeit mit den Schulen

Der Turnsaal des Purkersdorfer Gymnasiums ist ebenfalls voll ausgelastet. „Von Montag bis Freitag brauchen wir bis 18 Uhr den Turnsaal selbst“, sagt Direktorin Irene Ille. Ab dann ist er bis 22 Uhr durchgehend ausgebucht. Die Vereine mieten dabei den Saal stundenweise.

Vermietet wird der Saal durch die WIPUR. Ille findet diese Kooperation gut. „Berufstätige haben ohnehin kaum die Möglichkeit, vor 18 Uhr zu trainieren“, sagt Ille.

Weil die WIPUR vermietet, kann das Gymnasium selbst keinen Gewinn durch die Vermietung an Vereine einfahren. „Freude an der Bewegung ist uns aber sehr wichtig“, so Ille.

Karateverein will in den Ferien trainieren

Der Purkersdorfer Karate-Verein Ku Shin Kai hält seine Trainingsstunden im Turnsaal der Volksschule ab. Gerne würde der Verein dort auch öfter hinein. „Besonders in den Ferien, an Wochenenden und den schulautonomen Tagen hätten wir gerne Zugang zum Saal“, sagt Maria Sturmlechner vom Verein. „Die Halle ist jeden Tag besetzt“, erzählt Volksschuldirektorin Anna Diasek. Wobei die Halle bis 13 Uhr für die Schule reserviert ist. Das Programm geht von Fußball für Erwachsene bis hin zu Kiddy Dance.

Bald steht aber für Vereine nicht mehr so viel Platz zur Verfügung, wenn die Volksschule zur Ganztagsschule wird.

In Tullnerbach läuft alles sehr gut. „Wir haben mit den Schulen eine sehr gute Kooperation“, erzählt Sportunion-Obfrau Sylvia Arnberger.

Die Kapazitäten sind ausreichend, doch könnte die Sportunion noch mehr anbieten, würden mehr Sportstätten zur Verfügung stehen. Vor allem im Bereich des Spitzensports gibt es in der Region einen Engpass. „Alle, die ein intensiveres Turntraining machen möchten, müssen nach St. Pölten oder nach Wien ins Stadion fahren“, sagt Arnberger über den Aufholbedarf, wenn es um Sportstätten in der Region geht. Konkret betrifft das zwei Tullnerbacher Kinder, die im Spitzensport aktiv sind und für das Training in die Landeshauptstadt fahren müssen.

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