Silvester als "laute Zeit" für Hunde. Nach der ruhigen und besinnlichen Zeit kommt nun jene mit lauten Krachern und Raketen, was vor allem Tiere belastet.

Von Martin Gruber-Dorninger und Marlene Trenker. Erstellt am 29. Dezember 2017 (05:44)
NOEN, shutterstock/stephanie Zieber
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Alle Jahre wieder: Silvester ist für viele Menschen meist eine schöne Zeit. Doch für Tiere, insbesondere Hunde, kann es wahrlich zum Albtraum werden.

Michaela Eigl Obfrau vom „TSV Hunde entlaufen“ dazu: „Vergangenes Silvester hatten wir über 400 Meldungen von Hunden, die in Österreich wegen detonierter Feuerwerkskörpern entlaufen sind.“

Ungefähr 350 Hunde wurden verängstigt wieder gefunden, leider waren darunter auch elf Totfunde. „Über die restlichen Hunde bekamen wir keine Rückmeldung der Besitzer“, zeigt sich Eigl bedrückt. Eigl hat daher einige hilfreiche Tipps für Hundebesitzer: „Hunde beim Spaziergang an der Leine lassen. Auch ein gut erzogener Hund kann plötzlich erschrecken und in Panik fliehen.“

„Wir empfehlen, die Hunde doppelt und dreifach zu sichern"

Eigl schlägt sogar Mehrfachsicherungen vor. „Wir empfehlen, die Hunde doppelt und dreifach zu sichern. Am Sicherheitsgeschirr und am Halsband zusätzlich wäre eine Sicherung am Körper des Besitzers sinnvoll“, so Eigl. Denn auch der Hundebesitzer könne erschrecken oder gar stolpern und die Leine verlieren. Der Hund gerät in Panik und ergreift die Flucht.

Was ist nun genau zu tun am Silvestertag? „Morgens eine große Runde mit dem Hund gehen, mittags eine kleinere Runde und abends einmal kurz raus zum Gassigehen“, empfiehlt Eigl.  Hunde und Katzen sowie andere Haustiere sollten nicht alleine zu Hause gelassen werden. Heruntergelassene Rollläden mit laufendem Radio oder Fernseher, können auch helfen, den Lärm von draußen nicht so arg wahrzunehmen.