Starke Unwetter & Hochwasser: 60 Einsätze an einem Tag. Region Purkersdorf: Kameraden des Abschnittes pumpten Keller aus und entfernten Verklausungen in Bächen.

Von Beate Riedl. Erstellt am 24. Juni 2020 (04:28)
Auch die Pumpen der Feuerwehr Tullnerbach liefen heiß, Keller, Garage und Wohnzimmer wurden ausgepumpt.
FF Tullnerbach

 Im Dauereinsatz standen die Kameraden der Feuerwehren der Region am Sonntag. Der starke Regen flutete Keller und ließ Bäche zu reißenden Flüssen werden. Die Feuerwehren bauten Barrieren auf, lösten verstopfte Kanäle, pumpten Keller, Garagen und sogar ein Wohnzimmer aus und beseitigten Verklausungen, um weitere Überflutungen zu verhindern. „Bei uns waren alle Feuerwehren des Abschnitts im Einsatz. Am späteren Nachmittag hat sich die Lage dann aber wieder entspannt“, berichtet Abschnittskommandant Viktor Weinzinger über den einsatzreichen Sonntag. „Es war viel zu tun, aber es war quasi ein 08/15-Programm für uns. Gottseidank hat es nicht viel in kurzer Zeit geregnet, sondern längerfristig.“ Einzig in Gablitz gab es eine etwas prekärere Situation: Ein Heuballen war ins Rutschen gekommen und landete in einem Bach. Verklausungen waren die Folge. Die Feuerwehr konnte die Situation aber erfolgreich entschärfen. Etwa 60 Einsätze seien im Abschnitt abgearbeitet worden, gegen Abend habe sich die Situation dann wieder entspannt.

„Wir haben den von Überflutungen betroffenen Menschen so rasch wie möglich geholfen, dafür möchte ich den hunderten Feuerwehrmitgliedern danken, die bis in die Nachtstunden im Einsatz standen"

Auch Bezirkskommandant Georg Schröder machte sich einen Überblick über die Lage. Bis Sonntag vor Mitternacht wurden rund 50 Feuerwehren im Bezirk zu über 175 Einsätze gerufen. „Wir haben den von Überflutungen betroffenen Menschen so rasch wie möglich geholfen, dafür möchte ich den hunderten Feuerwehrmitgliedern danken, die bis in die Nachtstunden im Einsatz standen. Ein Lob gebührt auch unserem neuen Disponenten-Team in der Bezirksalarmzentrale, das die im Sekundentakt eintrudelnden Hilferufe professionell abgearbeitet hat.“

Hilfe von der Feuerwehr bekam auch Wirt Roland Mayer in Rekawinkel, dessen Keller und Gastzimmer am Sonntag unter Wasser standen. „Durch einen Stromausfall haben die Pumpen ausgesetzt. Aber: Alles, was nach Corona noch kommt, ist harmlos“, sieht er es mittlerweile mit Humor, dass er nun mit Sanierungsarbeiten beschäftigt ist. Großen Dank spricht er der Feuerwehr Rekawinkel aus, die ihr Bestes gegeben hat und durch ihren raschen Einsatz einen noch größeren Schaden abwehren konnte.