Veranstalter wollen mehr Details. Region Purkersdorf: In den Kulturstätten wartet man sehnsüchtig auf die neue Verordnung, die Klarheit bringen soll.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. September 2021 (04:00)
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Karl Takats glaubt nicht, dass die neue Verordnung große Auswirkungen auf den aktuellen Spielbetrieb haben wird. Dennoch wartete er zu Redaktionsschluss noch sehnsüchtig auf deren Veröffentlichung.
Elise Madl

Mit heute, Mittwoch, treten in Österreich schärfere Corona-Maßnahmen in Kraft. Die Regeln des neuen Stufenplans sind abhängig von der Auslastung der Intensivbetten in den Spitälern. Details dazu auf den Seiten 4/5. Eine entsprechende Verordnung dazu gab es am Montag aber noch nicht.

Die NÖN hörte sich bei Kulturveranstaltern um, ob und welche Auswirkungen sie aufgrund der neuen Verordnung erwarten. „Für uns ändert sich im Moment nichts“, sagt Karl Takats, Chef der Veranstaltungsstätte „Die Bühne“ in Purkersdorf. Allerdings betont er: „Wir müssen aber trotzdem die Verordnung abwarten. Für uns sind die Details wichtig, die Erklärung der Bundesregierung nützt uns in diesem Fall nicht viel.“ Dem 3-Stufen-Plan kann Takats aber nicht viel abgewinnen. „Es ist eine Herangehensweise, wo sich niemand auskennt. Wir können nur die Zahl der Intensivpatienten beobachten und schauen, ob und inwieweit uns die geltenden Maßnahmen betreffen“, sagt der Bühnen-Chef.

„Wir müssen aber trotzdem die Verordnung abwarten. Für uns sind die Details wichtig, die Erklärung der Bundesregierung nützt uns in diesem Fall nicht viel.“

Für die kommenden Veranstaltungen, darunter Omar Sarsam am Samstag, 18. September und Norbert Schneider am Samstag, 25. September, rechnet Takats mit keinen Veränderungen. „Grundsätzlich bleibt alles gleich. Es wird die üblichen Kontrollen geben. Auch eine Registrierung wird weiterhin notwendig sein.“ Egal, ob neue oder alte Verordnung – die Menschen sind hinsichtlich des Besuchs von Veranstaltungen nach wie vor verhalten. „Indoor ist momentan noch sehr schwierig“, meint der Bühnen-Veranstalter.

Auch Markus Richter, Intendant des Theaters 82er Haus in Gablitz will die neue Verordnung abwarten. Derzeit hätten die Maßnahmen keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Dass zum Beispiel die Antigen-Tests bei Stufe 1 nur noch 24 Stunden gültig sind, sei kein Problem. „Wir haben im Notfall im Theater die Möglichkeit einen Test durchzuführen“, so Richter und ergänzt: „Nach eineinhalb Jahren Schließung sehen wir allen Maßnahmen relativ gelassen entgegen.“ Ein herber Schlag wäre jedoch, wenn mit der neuen Verordnung wieder die Kapazitätsgrenzen eingeschränkt werden, so Richter.

Keine Probleme sieht derzeit auch Ilona Eggl, Obfrau der Vereinsmeierei. Für Veranstaltungen der vereinsMAYERbühne gälten klare Regeln. Als Bühnenwirtshaus obliege man den Vorschriften der Gastronomie. „Mittlerweile sehen wir bei der Kontrolle der 3G-Regel, dass ein sehr großer Teil unserer Gäste bereits zweimal geimpft ist“, sagt die Obfrau.

„Mittlerweile sehen wir bei der Kontrolle der 3G-Regel, dass ein sehr großer Teil unserer Gäste bereits zweimal geimpft ist“

Seit dem Ausbruch der Pandemie finden die Konzerte oder Kabarettabende nur an einer der drei Spielstätten statt, nämlich dem Gasthaus Mayer. Seit jeher werden bei allen Veranstaltungen die Sitzplätze zugewiesen. Bis kurz vorm Sommer war ein genereller Rückgang bei der Gästeanzahl zu bemerken. Die Freiluftveranstaltungen im Sommer waren aber sehr gut besucht.

Trotz neuer Verordnung wird eifrig geplant: Am 25. September wird im Gasthaus Mayer etwa der Welttag der Bühnenwirtshäuser zelebriert.

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