Viele Füchse leiden an Staupe.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 22. März 2019 (04:46)
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Symbolbild

Kaum eine Woche vergeht, in der in den diversen Facebook-Gruppen nicht ein Bild eines kranken Fuchses gepostet wird, der sich in einen Garten verirrt. Die gefilmten Tiere hecheln laut und sehen offensichtlich krank aus. Diese Wildtiere sorgen in letzter Zeit für Aufregung.

„Seit Jahresbeginn wurden einige tote Füchse gefunden“, sagt Fritz Holzinger, Förster bei den Österreichischen Bundesforsten in der Region. Die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES)bestätigt ebenfalls, dass es generell zu vermehrten Staupe-Fällen bei Rotfüchsen in Österreich gekommen ist.

Die Staupe ist eine hochinfektiöse Erkrankung, die sich im Atemtrakt, im Magen-Darm Trakt und im Gehirn festsetzen kann. Verbunden mit hohem Fieber sterben infizierte Tiere häufig daran.

So wurden auch in der Region kürzlich einige Füchse in Siedlungsgebieten entdeckt. Die toten Tiere wurden bereits obduziert. „Es wurden mehr als 20 Füchse am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie untersucht und die Annahme bestätigte sich“,führt Holzinger weiter aus.

Keine Gefahr für den Menschen

„Die Krankheit ist nicht meldepflichtig, daher ist ein Einschreiten der Behörde nicht notwendig“, erklärt Bezirkshauptmann-Stellvertreter Christian Steger auf Anfrage der NÖN. Die Krankheit sei nicht auf den Menschen übertragbar, sehr wohl aber auf Hunde, Marder und Dachse. Für Hundebesitzer ist also Vorsicht geboten.

Wie aber geht man mit auffälligen Füchsen um? „Sollten sie mit ihrem Hund unterwegs sein, ist es sinnvoll, Hunde an der Leine zu führen, um sie vom Kontakt mit toten Tieren abzuhalten“, sagt Holzinger, da der Hund durchaus angesteckt werden kann. Die Übertragung erfolgt durch Kot, Urin, Nasen und Augenausfluss.

„Es ist auffällig bei den Tieren, dass sie die Scheu vor dem Menschen verlieren und sich sehr vertraut geben“, erklärt Holzinger zu weiteren Symptomen bei den Tieren. Füchse sollten daher keinesfalls von Personen gefangen oder berührt werden.

Für Hundebesitzer heißt es, den vierbeinigen Liebling alsbald zum Tierarzt zu bringen. „Alle Hunde sollten unbedingt einer Impfung unterzogen werden“, rät Holzinger.

Sollte ein „verdächtiges“ Tier entdeckt werden, sofort Polizei oder zuständigen Jagdausübungsberechtigten informieren.