Vom Schilling zum Euro: „Übergangsfrist hat sehr geholfen“

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:22
Lesezeit: 3 Min
Wirtschaftstreibende der Region Purkersdorf blicken auf die Währungsumstellung vor 20 Jahren zurück. Probleme gab es damals wenige.
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Seit mittlerweile 20 Jahren wird in Österreich mit dem Euro bezahlt. „Das war damals eine große Umstellung für jeden. Sowohl für uns als Unternehmer als auch für unsere Kunden“, blickt Sylvia Weiss vom gleichnamigen Warenhaus Weiss in Purkersdorf zurück. Befürchtungen im Vorfeld hatte sie eigentlich keine, gemeinsam mit ihrem Mann war sie gegenüber der neuen Währung durchwegs positiv eingestellt.

„Das war damals eine wirklich große und aufregende Sache – für uns alle.“Niki Neunteufel

„Man hat zwar immer umgerechnet, was das Produkt in Schilling kosten würde. Würden wir aber immer noch in Schilling bezahlen, wäre der Preis auch nicht gleich geblieben“, ist sich Weiss sicher. Auch sie selbst ertappt sich hin und wieder noch heute, wie sie in Schilling umrechnet. „Wenn manche banalen Dinge, wie etwa Wurstsemmeln, etwas teurer sind, fange auch ich heute noch an, in Schilling umzurechnen“, schmunzelt sie.

Bei ihren Kunden war die Währungsumstellung vor 20 Jahren aber auch kein Problem. „Die Übergangsfrist, in der man sowohl mit Schilling als auch mit Euro bezahlen konnte, hat da sehr geholfen“, sagt Weiss.

Niki Neunteufel vom Purkersdorfer Szene-Lokal Nikodemus erinnert sich an eine lange Übergangsphase. „Vor allem ältere Menschen haben sich damals mit der Umstellung schwergetan“, schildert er und fügt hinzu: „Das war damals eine wirklich große und aufregende Sache – für uns alle.“

Die Menschen waren anfangs sehr darauf bedacht, dass es zu keinen versteckten Preissteigerungen aufgrund der Währungsumstellung kommt. „Manchmal sind die Leute sogar mit dem Rechner gesessen, um nicht übers Ohr gehauen zu werden“, erinnert sich Neunteufel zurück.

Trotz der großen Umstellung wurde er selbst als Wirtschaftstreibender mit keinen negativen Konsequenzen konfrontiert. An einige Dinge erinnert er sich noch bis heute zurück. „Beim Trinkgeld sah man sehr oft, dass die Leute keine Relation zwischen Schilling und Euro hatten. Sie gaben entweder viel zu viel oder viel zu wenig her, das war schon lustig zu beobachten“, schildert Neunteufel.

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