In der Fahrschule: In den Ferien in die Schule. „Klein, aber fein und persönlich“ ist die Devise von Fahrschulbesitzer Stephan Rathmanner.

Von Nadja Büchler. Erstellt am 10. Juli 2019 (04:00)

Endlich sind die Sommerferien da. Trotzdem drücken viele Jugendliche auch im Sommer freiwillig die Schulbank. Sie nutzen ihre Freizeit, um mit der Ausbildung für den Führerschein zu beginnen.

Auch in der Pressbaumer Fahrschule ist der Kursraum voll besetzt. Stephan Rathmanner, Inhaber und Leiter, bringt seinen Schülern das notwendige theoretische Fachwissen näher und ist auch als Fahrlehrer im Einsatz. Die Fahrschule besteht seit zwölf Jahren, und das sechsköpfige Team sorgt für den professionellen Ablauf.

Stephan Rathmanner sieht in einer guten Ausbildung den Schlüssel für ein verantwortungsvolles Agieren als Verkehrsteilnehmer. Bereits vor der Gründung der Fahrschule Pressbaum war er als Fahrlehrer aktiv. Schon damals machte er sich viele Gedanken, was man in der Ausbildung verbessern kann. Da er als angestellter Fahrlehrer keinen Einfluss auf die Art der Ausbildung hatte, entschied er sich, eine eigene Fahrschule zu eröffnen.

„Ich wollte etwas verändern. Um meine Ideen umzusetzen war die Gründung einer eigenen Schule unumgänglich. Ich arbeite gerne mit den Jugendlichen und versuche ihnen ihre Verantwortung im Straßenverkehr begreiflich zu machen und sie gut darauf vorzubereiten“, erzählt Stephan Rathmanner

Ausbildungsvariante L 17 ist beliebt

Viele der Fahrschüler haben sich für den L 17 entschieden. Die früheste Startmöglichkeit für diese Ausbildungsvariante beginnt mit dem Erreichen von 15 ½ Lebensjahren. Dann kann es losgehen. Der Vorteil von L 17 liegt in der langen Übungsphase. So müssen, nach den Fahrstunden in der Fahrschule, noch mindestens 3.000 km an Fahrpraxis mit dem Privatauto und einer genehmigten Begleitung gesammelt werden.

„Der L 17 ist eine gute Sache. Eltern und Kind müssen entscheiden, ob der Jugendliche schon in diesem Alter bereit dafür ist. Es ist auf alle Fälle die Ausbildung mit der meisten Fahrpraxis. Das ist ein großer Vorteil“, ergänzt Rathmanner.

„Verkehrssinnbildung“ ist das Zauberwort. Dabei geht es um das Erkennen und Analysieren von Gefahren, bevor diese entstehen, und um das richtige Reagieren darauf.

„Wichtig ist dabei der Fernbereich, also das Beurteilen und Erkennen von Gefahren in einer Distanz von 50 bis 60 Metern. Dann hat man noch Zeit zu reagieren. Das ist am Anfang gar nicht so einfach“, erklärt Fahrschulbesitzer Stephan Rathmanner.

„Aber auch wir alten Hasen im Straßenverkehr sind ein Vorbild für unsere Kinder"

Die Fahrschule ist laut Rathmanner „klein, aber fein“, und die persönliche Betreuung hat Priorität. Ihm ist wichtig herauszufinden, warum ein Schüler einen bestimmten Fehler immer wieder macht. Die Bereitschaft, solche Muster zu analysieren und die richtigen Verhaltensweisen immer wieder und in unterschiedlichen Worten erklären zu können, machen für ihn einen guten Fahrlehrer aus. „Aber auch wir alten Hasen im Straßenverkehr sind ein Vorbild für unsere Kinder. Sollten wir ein Ausbildungsfahrzeug vor uns haben, heißt es Geduld haben und nicht drängeln.“

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