2.000 Kilometer alleine mit Pferd Pinu .  Denise Fibich stammt aus Wolfsgraben. Die 28-Jährige will mit ihrem Wallach von Südengland bis nach Schottland reiten.

Von Markus Huebmer. Erstellt am 14. Februar 2020 (03:26)
Denis Fibich bereitet sich auf einem Hof in England auf ihr Reitabenteuer vor.
Katrin Klar

Auf einem Hof in Südengland zwischen der britischen Hauptstadt London und der bunten Küstenstand Brighton fiebert die junge Wolfsgrabenerin Denise Fibich ihrem großen Abenteuer entgegen.

Pinkes Pony Fotografie
Pinkes Pony Fotografie

Die Pferdeliebhaberin aus dem Wienerwald möchte mit ihrem Pferd Pinu eine über 2.000 Kilometer lange Route durch England, Schottland und Wales zurücklegen. Fibich möchte mit ihrer Reise auf dem Rücken des Pferdes nicht nur vielen Menschen begegnen und das Land besser kennenlernen, sondern insbesondere auf ein Projekt in Afrika aufmerksam machen und Spenden lukrieren. Die „Solar Sisters“ in den Ländern Tansania und Nigeria vertreiben in ihren Dörfern Produkte für die Gewinnung von Solarenergie. „Als ich von der Leonardo DiCaprio-Foundation von den Damen erfuhr, war ich sofort begeistert. Die Solar Sisters ermöglichen den Menschen in ihren Dörfern den Zugang zu erneuerbaren Energien“, erzählt sie. Diesem Projekt wird Denise Fibich die gesammelte Spendensumme zukommen lassen.
Das Vereinigte Königreich war Ende Jänner aus der Europäischen Union ausgetreten und dementsprechend gedrückt war Denise Fibichs Erwartung bei ihrer Ankunft.
„Exakt am Tag des Brexits habe ich mein vorläufiges Ziel, die Grafschaft West Sussex erreicht“, erzählt Fibich. Knapp zwei Wochen nach ihrer Ankunft auf der Insel hat Fibich sich auf dem Bauernhof in der Nähe von Horsham eingelebt.

„Der Alltag zu beiden Seiten des Ärmelkanals wird seinen gewohnten Verlauf nehmen. Machen wir das Beste draus“, ist Denise Fibich überzeugt. Ihre Liebe zu England wuchs in den Monaten ihres Musikstudiums in London. Nach der Matura am BORG in der Wiener Innenstadt und der Station in England war Fibich in Österreich als Sängerin auch im Radio zu hören. Sie gestaltete Jingles für den Rundfunk. Hochzeiten und Feierlichkeiten verlieh sie mit ihren gesanglichen Vocals eine besondere Atmosphäre. „Bald band mich meine Leidenschaft für die Pferde wieder fester an meinen Wallach Pinu“, erinnert sich Denise Fibich. Seit zwölf Jahren sind die beiden ein Herz und eine Seele.

Ewiges Band seit Live-Pferdegeburt

Fibich war bei der Geburt des Pferdes live dabei und konnte ihn, nachdem sie ihre Eltern überredet hatte, kaufen und groß ziehen. Die Stunden des ersten Ausrittes trägt die gebürtige Wienerin, die in Pressbaum zur Volksschule ging, für immer mit sich. In Belgien war das gegenseitige Vertrauen zwischen Frau und Pferd so eng, dass Denise Fibich den ersten Ausritt ohne Sattel und Zaumzeug mit Pinu wagte. Sein Name hat einen nordamerikanischen Ursprung. Auf der Fähre reiste Pinu über den Ärmelkanal nach England. Im April wird die Reiterin auf den Sattel ihres Pferdes steigen und von der Grafschaft West Sussex losreiten. Die einzelnen Etappen sind bereits durchgeplant. „Täglich cirka 15 Kilometer zurückzulegen ist der Plan.“ Jetzt schleift Fibich noch an der Route, bereitet ihr Pferd und sich auf das Abenteuer vor. Die Strecke wird die beiden in Richtung Bristol führen, bevor es dann noch weiter gen Norden bis nach Schottland geht. 
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