Pressbaumer holten Sieg bei Roboterwettbewerb. Team SAPies gewann mit seinem Roboter den Staatsmeistertitel.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 22. Januar 2020 (04:35)
Die Freunde über den Sieg war groß beim Pressbaumer Privatteam SAPies.
privat

Zum ersten Mal nahm das Privatteam SAPies an der Staatsmeisterschaft des Roboter- und Forschungswettbewerbes teil, und gleich beim ersten Antritt konnten die Pressbaumer den Staatsmeistertitel mit nach Hause nehmen. Beim Wettbewerb mussten die Jugendlichen Aufgaben unter dem Motto „City Shaper – Gestaltet das Bauen der Zukunft“ lösen und im praktischen Teil ihre selbst konstruierten Roboter präsentieren.

Gerechnet hat das Team nicht mit dem Sieg. „Es gibt Top-Favoriten und tolle Teams, die alle gleich begeistert sind wie wir“, weiß Coach Michael Urbanek. Es sei auch sehr knapp gewesen und das Level im Finale sehr hoch. „Das Schöne am Bewerb war, dass ein toller Teamspirit herrschte – man freute sich mit anderen Teams und litt auch mit ihnen mit“, so Urbanek.

Das Team SAPies gibt es erst seit dem Sommer 2019. „Das Kernteam der Jugendlichen kennt sich aber schon aus einem anderen Robotik-Schul-Team“, sagt Urbanek. Da aber alle andere Schulen besuchen, habe man sich entschlossen, als Privatteam teilzunehmen – normalerweise machen nur Schulen mit, das Thema wird in den Unterricht integriert. Begonnen wurde mit sieben Mitgliedern, derzeit sind nur noch vier Personen übrig – zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren und zwei Coaches.

„500 Stunden Zeit wurden in die Entwicklung des Roboters und in die Forschung investiert. Passiert ist das alles in unserer Freizeit“, erzählt Urbanek. Getroffen hat sich das Team sechs Monate lang zwei Mal pro Woche. Gemeinsam wurde geplant, gebaut und geforscht. „Viele Elterntaxis wurden gebraucht und Pizzadienste genervt“, schmunzelt Urbanek. Der Roboter besteht aus einem kompakten Basisfahrzeug und verschiedenen Aufsätzen, die mittels Klicksystem schnell gewechselt werden können und die Aufgaben so gelöst werden können. „Natürlich gelingt da nicht immer alles, aber wir freuen uns, dass uns unser Top-Run im Robotgame sogar den Österreich-Punkte-Rekord aller Vorrunden eingefahren hat.“

„500 Stunden Zeit wurden in die Entwicklung des Roboters und in die Forschung investiert. Passiert ist das alles in unserer Freizeit“

Gearbeitet wurde auch an der Homepage, Instagram sowie am Design der Teamkleidung. „Da es nicht nur um den Bau eines Roboters geht, sondern auch um ein Forschungsprojekt und Teamworkaufgaben, war es extrem schwierig für uns, mit nur wenigen Mitgliedern alle Teilwettbewerbe gut vorzubereiten“, berichtet der Coach.

Jetzt bereitet sich das Team auf die Teilnahme in Offenburg vor. „Aber da wir nicht erwartet haben, ins Europafinale zu kommen, wissen wir noch gar nicht, was uns erwartet“, so Urbanek. Nur, dass man eine Präsentation auf Englisch machen muss und, dass die Roboter noch verbessert werden müssen. „Wir müssen auch schnell Sponsoren finden, weil ja auch die Teilnahme am Weltfinale in Detroit möglich wäre“, sagt der Coach.

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