Blutspende-Aktion in der Region: „Der Andrang ist groß“. Region Purkersdorf: Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann freut sich, dass es in der Region trotz Corona fleißige Spender gibt. Nur eine Aktion musste abgesagt werden.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 30. Juli 2020 (03:28)
Vizebürgermeister Viktor Weinzinger, Bürgermeister Stefan Steinbichler, Vizebürgermeister Andreas Kirnberger, Michael Kubalek (Teamleiter Blutspenden) und Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann bei der jüngsten Blutspendeaktion in Purkersdorf. 78 spendewillige Leute waren anwesend, von denen 65, bunt gemischt durch alle Altersgruppen, auch zur Blutspende zugelassen wurden. „Besonders erfreulich finde ich, dass wir auch im Sommer immer wieder auf die Unterstützung der fleißigen Blutspenderinnen und Blutspender zählen dürfen. Bei der aktuellen Aktion konnte auch wieder ein Erstspender begrüßt werden“, weiß Wolfgang Uhrmann.
Rotes Kreuz Purkersdorf-Gablitz

Vor allem im Sommer werden Blutkonserven knapp. Der Corona-Lockdown verschärft die Situation. Die NÖN hat mit Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann über die Situation in der Region gesprochen.

NÖN: Gab es Blutspende-Termine in der Region, die aufgrund von Corona abgesagt werden mussten?
Wolfgang Uhrmann: Während des Lockdowns wurde eine Firmenaktion aufgrund von Homeoffice abgesagt. Alle anderen Aktionen fanden planmäßig statt. In anderen Bezirken mussten mehrere Aktionen abgesagt oder Ersatzräumlichkeiten gesucht werden.

Nehmen in den Sommermonaten weniger Personen an den Blutspende-Aktionen teil?
Glücklicherweise ist der Andrang zu den Blutspendeaktionen im Bezirk St. Pölten-Land auch im Sommer sehr groß. Vor allem heuer kommen aufgrund verstärkter Bewerbung und eingeschränkter Reisemöglichkeiten viele Spender zu den Terminen. Die Sommermonate bleiben aber immer eine Herausforderung, besonders bei zu hohen Temperaturen.

Wie viele Blutspende-Aktionen wurden heuer in der Region schon durchgeführt und wie viele Spender waren dabei?
Im ersten Halbjahr fanden im Bezirk sieben Blutspendeaktionen statt. Insgesamt waren 840 Teilnehmer anwesend, 93 Personen mussten jedoch abgewiesen werden. Bei den Aktionen wurden 747 Konserven abgenommen.

Wie viele Personen müssen im Durchschnitt in der Region wieder weggeschickt werden und was sind die häufigsten Gründe?
 Je nach Größe der Aktion werden zwischen fünf bis 20 Personen abgewiesen. Der häufigste Grund ist ein zu niedriger Hämoglobin-Wert. Des Weiteren sind Allergien, Blutdruckprobleme oder in diesem Jahr auch Zeckenbisse ein häufiger Abweisungsgrund.

Wie oft darf man im Jahr Blutspenden?
Männer dürfen bis zu sechs Mal pro Jahr, Frauen vier bis fünf Mal pro Jahr Blutspenden gehen, dabei muss der Abstand von acht Wochen zwischen den Spenden eingehalten werden.

Dürfen Menschen, die am Coronavirus erkrankt waren, eigentlich an Blutspende-Aktionen teilnehmen?
Erst vier Wochen nach überstandener Erkrankung. Das Rote Kreuz sucht Menschen, die nach überstandener Coronaerkrankung Blutplasma spenden, da ihre im Blutplasma vorhandenen Antikörper bei der Genesung erkrankter Personen helfen können. Spenden kann an diesem Punkt, wer eine Covid-19-Erkrankung durchlebt hat, die mittels Rachenabstrich-Test bestätigt worden ist. Das ist leider nur in der Zentrale möglich und da es nur eine begrenzte Anzahl von Spenderbetten gibt und um Wartezeiten zu vermeiden, werden Termine vergeben.