Wirbel um Essen für die Kinder. Während Schulumbau bleiben Küche und Speisesaal zu. Rudolf Ströbel aus Tullnerbach soll nun für die Schüler kochen.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 31. Juli 2019 (04:35)
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Symbolbild

Die Essensbelieferung am Sacré Coeur sorgte für Aufregung. Lange schien nicht geklärt zu sein, wer für die Verpflegung zuständig sein wird. Jetzt gab die Erzdiözese Wien als Schulerhalter bekannt, dass Rudolf Ströbel aus Tullnerbach ab dem kommenden Schuljahr den Campus Sacré Coeur beliefern wird.

Den Stein ins Rollen brachte Nina Ollinger, deren achtjährige Tochter die Volksschule besucht. In einem Schreiben wandte sie sich an Kardinal Christoph Schönborn als „Oberhaupt des Schulerhalters“. Anfang Juli hätten die Eltern der Volksschüler über die Plattform EduFlow einen Ferienbrief erhalten, aus diesem geht hervor, dass Speisesaal und Küche während des Umbaus nicht zur Verfügung stehen.

„Die Firma Ströbel ist in der Region ein erprobter Partner.“ Martina Hammer-Wostal, Schulstiftung der Erzdiözese Wien

„Diese Information ist schon seit Längerem bekannt. Zumindest mir bekannt ist auch, dass es Bestrebungen des derzeitigen Essensanbieters Markus Meissl vom Corso gab, die Betreuung mit frisch gekochtem Essen zu gewährleisten“, so Ollinger. Neu sei die Information, dass jetzt aber offensichtlich die Mittagsverpflegung während der Umbauphase unklar sei und die bisherige Betreuung nicht mehr bestehen wird.

Kein Mittagessen vom Corso

Ollingers Hauptanliegen sei es nicht, wie sie im Schreiben betont, die Entscheidungen der Schulstiftung oder die mangelnde Kommunikation darüber aufzuzeigen. „Vielmehr erschüttert mich, dass die Schulstiftung gar nicht tätig wird, sich nicht rechtzeitig um Anliegen der Schule bemüht und durch das Verstreichen lassen von viel Zeit kurzfristige, äußerst suboptimale Schritte gesetzt werden. Diese an den Tag gelegte Arbeitsweise sei für eine katholische Privatschule mehr als irritierend.

Ollinger geht davon aus, dass die Schulstiftung eine Lösung finden wird, „die den vertraglichen Grundlagen und auch den Vorstellungen der Eltern entspricht.“ Sie schlägt zum Beispiel vor, dass die Kinder täglich den Weg vom Schulcampus zum Corso und retour, begleitet von Hortbetreuern, zurücklegen und dort ein gekochtes Mittagessen einnehmen. „Ein diesbezügliches Angebot liegt vor und ich gehe davon aus, dass die Schulstiftung sich dafür einsetzen wird, dass dieses Angebot von Eltern, die das wünschen, auch angenommen wird“, betont Ollinger und hofft auf eine zufriedenstellende Lösung.

An Lösung wird gearbeitet

Martina Hammer-Wostal von der Schulstiftung der Erzdiözese Wien betont auf NÖN-Anfrage, dass die Firma Rudolf Ströbel den Campus mit frisch gekochtem Essen beliefern wird.

„Sämtliche Vorarbeiten dazu und eine dementsprechende vertragliche Fixierung wurden abgeschlossen. Ebenso erfolgte bereits im Juni eine Begehung und erfolgreiche Genehmigung des Lebensmittelinspektorats für das Übergangsquartier“, erklärt Hammer-Wostal.

Für die Wahl der Firma Ströbel würden mehrere Gründe sprechen. Die Firma Ströbel ist in der Region ein erprobter Partner bezüglich Zubereitung und Anlieferung von frischem Essen für Schulen und Kindergärten.

„Das täglich frisch gekochte Menü nimmt Rücksicht auf die verschiedenen Altersstufen der Kinder und Jugendlichen und richtet sich in Auswahl und Verarbeitung der Produkte nach regionalem und saisonalem Angebot“, sagt Hammer-Wostal. Die Geschäftsführung der Schulstiftung, Katja Pistauer-Fischer und der Vorstand des Elternvereins würden im Informationsaustausch stehen. Im Juni sei urlaubsbedingt der nächste Termin in der zweiten Ferienhälfte vereinbart worden.

„Das täglich frisch gekochte Menü nimmt Rücksicht auf die verschiedenen Altersstufen der Kinder und Jugendlichen"

„So wie auch in den vergangenen Jahren arbeiten Schulerhalter und Standortleitungen auf Hochtouren, um einen optimalen Schulstart und einen reibungslosen Schul- und Kindergartenalltag zu unterstützen“, meint Hammer-Wostal.

Auf NÖN-Anfrage wollte sich Markus Meissl vom Corso in Pressbaum zu dieser Angelenheit nicht äußern.

Der neue Essensversorger Rudolf Ströbel will das bestmögliche Angebot für die Kinder und betont: „Wir kochen nach ‚Tut-gut-Stufe-2‘.“

Umfrage beendet

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