Schule erhält mehr Platz. Zubau / Die Volksschule Norbertinum platzt aus allen Nähten. Nach langwierigen Vorbereitungen wird ein Zubau nun endlich Realität. Die Fertigstellung ist für Ende 2014 geplant.

Erstellt am 22. Januar 2014 (23:59)
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An dieser Stelle soll der neue Zubau entstehen. Auf dem Bild Vizebürgermeister Christian Schwarz und Direktorin Christa Walzel. Trenker
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Die Schülerzahl der Volksschulgemeinde Tullnerbach ist entgegen aller Prognosen schneller gestiegen als die Berechnungen vor Planungsbeginn des Norbertinum-Umbaus ergeben haben. Die Vorhersage bezifferte eine maximale Gesamtschülerzahl von 180. Zusätzlich wurde bei der Festlegung der Sprengelgrenzen im Jahr 2010 das Gebiet von Pressbaum entgegen den ersten Planungen auf den Ortsteil Bartberg reduziert. Zurzeit besuchen im vierten „Betriebsjahr“ 223 Kinder die Volksschule Tullnerbach. Anhand dieser Zahlen ist schnell zu erkennen, dass die prognostizierten Schülerzahlen schon jetzt weit überschritten wurden.

Durch die Doppelnutzung der Räumlichkeiten, die Anmietung eines Raumes im Schulprovisorium und vor allem durch die Flexibilität der Lehrer funktioniert der Schulbetrieb dennoch.

Mittlerweile Planungsarbeiten beendet

Volksschulobmann und erster Vizebürgermeister Christian Schwarz berichtet: „Wir haben bis zu Beginn des heurigen Jahres die Hoffnung gehabt, den einen oder anderen Raum im Hauptgebäude mieten zu können. Diese Idee hat sich zu Beginn der Sommermonate aufgrund zusätzlicher Schüler in der landwirtschaftlichen Fachschule endgültig zerschlagen. Seither bin ich nach Rücksprache mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden aus Tullnerbach, Wolfsgraben und Pressbaum sowie den notwendigen Beschlüssen in dem dafür zuständigen und verantwortlichen Volksschullausschuss intensiv mit der Planung eines Zubaus beschäftigt.“

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Nach der notwendigen Änderung des Flächenwidmungsplanes konnten die ersten Grobplanungen begonnen werden. Die Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt gestaltete sich schwieriger als erwartet und führte zu einer zweimonatigen Verzögerung. Mittlerweile wurden die Planungsarbeiten beendet und die Baubewilligung erteilt.

Laut Volksschulobmann Schwarz wird der Zubau zweigeschossig ausgeführt, wobei die Volksschule ihre zusätzlich benötigten Räumlichkeiten von rund 800 Quadratmeter im Obergeschoss mit ebenerdigem Eingang und direkter Verbindung zum Hauptgebäude erhält. Nach Abschluss der Erweiterung werden insgesamt zwei Werkräume, zwei Gruppenräume, ein Mehrzweckraum, 12 Klassenräume, ein Konferenz-/Lehrerzimmer und zwei Räume für die Nachmittagsbetreuung samt umfassenden Nebenräumen zur Verfügung stehen.

Biosphärenpark mit  neuer Heimat

Im Untergeschoss erhält die Biosphärenparkzentrale eine neue Heimat mit Büro- und den erforderlichen Neben- und Lagerräumlichkeiten sowie einem von der Volksschule getrennten Zugang.

Der aus heutiger Sicht sehr optimistische Fertigstellungszeitpunkt wurde von Beginn an von Volksschulobmann Schwarz für Ende 2014 vorgegeben, um hohe Zusatzkosten für Ersatzquartiere zu vermeiden.