Kultur in der Region Purkersdorf: Blick in Zukunft ist positiv

Erstellt am 17. Jänner 2023 | 20:02
Lesezeit: 3 Min
Obwohl im Vorfeld oft weniger Karten verkauft werden, sind die Kulturschaffenden in der Region zuversichtlich für das kommende Jahr.
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Coronakrise und die Teuerungen – für Kulturbetriebe war es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Oft wurden im Vorfeld nur wenige Karten verkauft, aus diesem Grund mussten Veranstaltungen abgesagt werden.

„Wir haben uns im vergangenen Winter wieder erholt.“ Bühne Purkersdorf-Chef Karl Takats

Eine Veranstaltung wurde 2022 auch in der Bühne in Purkersdorf abgesagt. Bühne-Chef Karl Takats kann aber trotzdem auf eine gute Saison zurückblicken. „Wir haben uns im vergangenen Winter wieder erholt“, so Takats. Ohne Sonderunterstützung der Stadtgemeinde wäre es aber nicht gegangen, meint er. Der Bühne-Chef konnte auch feststellen, dass sich die Leute genauer überlegen, für was sie Geld ausgeben. „Gut essen gehen, um die Welt fliegen oder eben Kultur“, so Takats.

Er hofft, dass sich die Situation heuer entspannt. Das Programm für 2023 ist jedenfalls komplett fertig – auch wenn es nicht ganz so viele Veranstaltungen geben wird, weil man etwas vorsichtiger geworden ist.

Zum Programm heuer betont der Bühne-Chef: „Natürlich muss man auf Bewährtes setzen, andererseits ist die Bühne aber auch für nicht so bekannte Künstler da, um sich auszuprobieren – die Mischung macht es aus, das ist wie bei einem guten Essen.“ Wie es heuer weitergehen wird, kann er nicht abschätzen. „Ich gehe aber davon aus, dass die Saison super wird, weil unser Kultur-Angebot super ist. Es ist angerichtet“, so Takats.

In der Vereinsmeierei setzt man auf bekannte Künstler

Auch die vereinsMAYERbühne kann 2022 auf eine gute Saison zurückblicken. Vereinsmeierei-Chefin Marina Scheutz-Tatic agierte vorausschauend, und buchte im Vorjahr nur bekannte Künstler. Auch für das Programm des heurigen Jahres versuchte sie wieder, bekannte Acts zu bekommen. Ein Teil des Programms ist bereits fixiert, die restlichen Termine müssen noch finalisiert werden. Der Kartenvorverkauf läuft seit der Pandemie sehr schlecht. Ein großes Problem für alle Kulturbetriebe, da aus diesem Grund Veranstaltungen auch abgesagt werden müssen. „Wie es heuer werden wird, kann ich nicht einschätzen. Man muss die Leute wieder motivieren zu kommen. Nicht wegen dem Geld, sie sind bequemer geworden,“ ist Marina Scheutz-Tatic, Vereinsmeierei-Chefin, überzeugt.

Das Theater 82er Haus in Gablitz bringt mit „Nonnsense“ im Frühjahr eine Neuproduktion des bereits 1995, zur Eröffnung des Theaters, und 2005 erfolgreich aufgeführten Stückes. „Diese schnelle Komödie, die sehr gut passt und den Nerv der Zeit trifft, wird der Höhepunkt im Frühjahr sein“, freut sich Intendant Markus Richter auf die kommenden Aufgaben.

Ansonsten wird es keine Neuerungen geben, denn die Herbstsaison war sowohl künstlerisch als auch finanziell sehr erfolgreich mit einer nahe hundertprozentigen Auslastung. Zwar endet das Geschäftsjahr erst im Juni und aktuell gibt es nur einen Zwischenstand, aber Markus Richter ist sehr zuversichtlich.

„Das ist wunderbar und in der Theaterbranche gerade nicht so leicht. Es war eine sehr große Erleichterung, dass wir gesehen haben, dass unsere Produktionen gut angenommen werden“, ergänzt Richter. Alleine zu „The Sound of Christmas“ kamen in Gablitz 2000 Besucherinnen und Besucher, inklusive der Gastspiele an anderen Spielorten 4000.

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