Unfall durch Schaufel auf A1: Freispruch für Gärtner. Schuld an Crash auf A1 kann einem Gärtner vor Gericht nicht nachgewiesen werden.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 19. Februar 2018 (11:26)
Symbolbild

Auf der Ladefläche seines Klein-Lkw soll ein Gärtner eine Schaufel nicht befestigt, das Werkzeug dann während der Fahrt auf der A1 bei St. Pölten verloren und so einen Auffahrunfall mit sieben Verletzten verursacht haben. Gefährdung der körperlichen Sicherheit und fahrlässige Körperverletzung wird dem 35-Jährigen nun vorgeworfen im Prozess am Landesgericht.

Den Unfall verursacht haben, am 30. September 2016, will der Gärtner aus Oberösterreich nicht. „Es war alles ordnungsgemäß gesichert“, sagt er. Die Richterin zeigt ihm ein Foto der Schaufel. „Die ist aus Alu, so etwas verwenden wir nicht“, erklärt er. Und sagt weiters: „Von einem Unfall habe ich nichts bemerkt und die Ermittler waren erst drei Wochen nach dem Vorfall bei mir.“

Purkersdorfer wurde schwer verletzt

Schwer verletzt wurde bei dem Crash ein Purkersdorfer. „Auf der mittleren Spur war ich unterwegs, plötzlich habe ich von einem anderen Auto einen Schlag bekommen, mich hat es verdreht und gegen eine Betonleitplanke geschleudert“, erzählt der Pensionist. Einen Bruch des Brustbeins und des Lendenwirbels trug er davon.

„Als ich bemerkt habe, was sich da auf der Autobahn vor uns abspielt, habe ich mit meinem Leben abgeschlossen“, erzählt eine andere Zeugin.

Nach umfangreichem Verfahren spricht die Richterin den Gärtner frei. Ob er die Schaufel verloren hat, kann sie mit der für eine Verurteilung notwendigen Sicherheit nicht feststellen.