Erstellt am 29. Februar 2012, 00:00

Stadtrecht für Pressbaum?. ANTRAG / Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner wird nach Rücksprache mit allen politischen Fraktionen den Antrag zur Stadterhebung an den Landtag stellen.

Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner hat alle Fragen bereits mit der niederösterreichischen Landesregierung abgeklärt. ZVG  |  NOEN
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PRESSBAUM / „Ich sehe den Zeitpunkt für eine Stadterhebung von Pressbaum für gekommen“, sagt Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner.

Durch das Stadtrecht unterscheidet sich eine Gemeinde aufgrund ihrer Funktion als Zentrum eines größeren Umlandes, der Bevölkerungszahl und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung von ihrem Umland. In früheren Zeiten hatte das Stadtrecht eine wesentlich größere Bedeutung als heute. Gegenwärtig ist das Recht einer Gemeinde, sich als Stadt zu bezeichnen, eher als Auszeichnung und Anerkennung zu sehen. Für den Bürger, für die Gemeinde ändert sich durch eine Stadterhebung im Grunde nichts. Und dennoch werden bereits erste Stimmen gegen den Wunsch, eine Stadterhebung zu beantragen, laut.

„Pressbaum steht knapp vor  10.000-Einwohner-Schwelle“

Vor rund 50 Jahren wurde Pressbaum durch den Landeshauptmann Leopold Figl zur Marktgemeinde ernannt. „Seither hat sich Pressbaum zu einem regionalen Zentrum entwickelt, sowohl wirtschaftlich als auch durch die angesiedelten Schulen. Pressbaum hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Schulstandorte des Bezirks Wien-Umgebung entwickelt. Neben praktisch allen relevanten Schultypen, von Volksschulen über Gymnasien bis zu einer Höheren Lehranstalt, befindet sich hier mit dem Sacré Coeur die größte Privatschule der Erzdiözese Wien. Durch die Lage ist Pressbaum ideal für Neuansiedelungen von Gewerbebetrieben, aber auch für Zuwanderer. Die Gemeinde steht knapp vor der Grenze zur 10.000-Einwohner-Schwelle“, so der Bürgermeister.

Durch den großen Waldanteil sei Pressbaum aber auch ein Erholungsgebiet mit „sehr guter Infrastruktur, mit Wandermöglichkeiten und Kulturangeboten“. „Da Pressbaum alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, soll nun, nach Rücksprache mit allen politischen Fraktionen, der Antrag auf Stadterhebung gestellt werden“, erklärt Schmidl-Haberleitner.