Premiere kann für „Ein Käfig voller Narren“ kann kommen. 58 Proben absolvieren die Darsteller für das Stück „Ein Käfig voller Narren“ im Stadtsaal.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 10. Oktober 2019 (03:01)
Kindler
Rudolf Toifl, Veronica Halmetschlager-Funek, Sonja Schauer, Lydia Köck, Michael Köck, Alexander Nevlacsil, Werner Pleischl, Helmut Tschellnig und Andreas Nevlacsil freuen sich auf die Premiere von „Ein Käfig voller Narren“.

Eifrig geprobt wird derzeit im Stadtsaal für „Ein Käfig voller Narren“, das heuer vom Theater Purkersdorf auf die Bühne gebracht wird. „Bis zur Premiere am 18. Oktober werden wir 58 Proben absolviert haben“, sagt Regisseur Michael Köck. Beim Lokalaugenschein zeigt sich: Die Darsteller sind schon bestens vorbereitet. Kaum gab es einen „Texthänger“.

„Wir arbeiten derzeit am Feinschliff – das richtige Timing ist sehr wichtig“, erklärt Köck. „Wenn es euch zu schnell vorkommt, dann passt es“, ruft er noch schnell den Darstellern auf der Bühne zu. Was Köck besonders wichtig ist, ist, dass das Stück zwar lustig und unterhaltsam ist, aber nicht „verblödelt“ wird. „Es soll eine Komödie, aber kein Klamauk sein“, so Köck. Ihm sei es wichtig, dass das Publikum beginnt, sich mit dem homosexuellen Paar auf der Bühne zu identifizieren und sieht, dass die Probleme ähnlich sind. Nach Monaten im leeren Saal sind die Schauspieler jetzt schon hungrig aufs Publikum.

Darsteller fast die ganze Zeit auf Bühne

Besonders herausfordernd ist das Stück für die beiden Hauptdarsteller Werner Pleischl und Helmut Tschellnig. Pleischl steht fast durchgehend auf der Bühne. „Es ist furchtbar anstrengend und sehr fordernd. Die Handlungsstränge überlagern sich. Man braucht die ganze Zeit volle Konzentration. Wäre ich nicht schon in Pension, dann könnte ich das nicht machen“, erzählt Werner Pleischl. Der Text sei zwar halbwegs da, „aber Vorträge zu halten, ist trotzdem leichter“, schmunzelt er.

Für Helmut Tschellnig war es besonders schwierig, den männlichen Gang abzudrehen. Seit Monaten läuft er daher auch zu Hause in Stöckelschuhen um. „Die Bewegungen von Mann und Frau sind sehr verschieden“, lacht er. Verletzt hat er sich bei diesen Proben noch nicht. „Zum Glück sind auch alle anderen Darsteller unverletzt und gesund. Denn darauf sind wir angewiesen“, sagt Köck. Nur einmal habe es einen kleinen Zwischenfall gegeben. „Wir haben im Pfarrsaal geprobt, und da sind die Räumlichkeiten etwas anders als im Stadtsaal. Herbert Schwarz, der auch mitspielt, ist schnurstraks von der Bühne gelaufen und gegen die Wand geknallt. Passiert ist aber zum Glück nichts“, schmunzelt Köck.