Ein neues Heim für Pfau Romeo. Diese Woche wird die kleine Pfauenfamilie vorgestellt, die auf unterschiedlichen Wegen nach Wolfsgraben kam.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 19. Juli 2019 (03:24)
Jutta Kirchner
Romeo wütete auf einem Friedhof im Marchfeld, in Wolfsgraben fand er ein neues Zuhause.

Die Geschichte der Pfaue im Tierpark Wolfsgraben ist eine durchaus kuriose. „Romeo“ stammt aus dem Marchfeld. Aus unbekannten Gründen lebte er auf einem Friedhof. „Ob er ausgesetzt wurde, oder entflogen ist, wir wissen es nicht“, erzählt Gabriele Wodak. Auf jeden Fall hat er dort sein Unwesen getrieben und Blumengestecke sowie Begräbnisstätten verwüstet. Es stand im Raum, ihn zu erschießen, ein Mann hat ihn dann aber an den Tierpark übergeben.

„Ob er ausgesetzt wurde, oder entflogen ist, wir wissen es nicht“

Romeo hat auch ein paar gefiederte Kollegen in seinem neune Zuhause. Diese kamen noch im Ei nach Wolfsgraben. Ursprünglich stammen sie aus dem Nationalpark Neusiedlersee. Dort wurde ihre Mutter jedoch von einem Fuchs gefressen. Eine Bruthenne im Tierpark engagierte sich als Ersatzmutter und brütete die Eier aus. Von sechs konnten jedoch nur zwei gerettet werden. Die Ersatzhenne nahm sich jedoch der beiden Pfauenküken an. Einige Wochen später waren sie auch schon erheblich größer als die Ziehmutter.

Nun waren sie zwar groß, aber immer noch jung und suchten Unterschlupf bei ihrer Ziehmutter, wenn sie sich bedroht fühlten. „Die großen Vögel steckten den Kopf unter das Gefieder der kleinen Henne“, erinnert sich Wodak. Die Pfaue leben seitdem im Tierpark Wolfsgraben und schlagen vom Frühling bis Sommer prachtvolle Räder.