Patenschaft für Frederic gesucht. Der Poitou-Esel Frederic ist einer der letzten seiner Art. Dem Esel drohte der Schlachthof.

Von Markus Huebmer. Erstellt am 16. Oktober 2019 (03:12)
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Frederic ist der Lieblingsesel von Gabriel Wodak. Sie rettete den Poitouesel vor dem Schlachthof, da das Tier nicht für die Zuchtverwendet werden konnte. Interessierte können nun eine Patenschaft übernehmen (siehe Infobox).

Der Esel Fredric hat im Tierpark Wolfsgraben bei Gabriele Wodak ein neues Heim gefunden. „Er kam zu uns, weil er wegen einer Hodenanomalie nicht zur Zucht verwendet werden konnte“, erzählt Wodak. Sie weiß auch, wovor sie den heute dreieinhalbjährigen Esel bewahrt hatte. Frederic wäre, weil er keine Verwendung mehr fand, im Alter von einem Jahr geschlachtet worden.

Als Wodak vom Schicksal des Poitou-Esels erfuhr, bereitete sie alles für seine Rettung vor: „Ich habe das süße Eselfohlen damals zu mir genommen“, erinnert sie sich. Der Aufnahme in der sicheren Umgebung folgte die notwendige Operaton. Fredric erholte sich, und mit der Zeit wurde aus ihm ein besonders gutmütiger und lieber Esel. „Frederic ist immer zu allerlei Schabernack aufgelegt“, sagt Gabriele Wodak. „Sein schönes, langes Fell braucht besondere Pflege und Frederic genießt es, gebürstet zu werden. Er liebt seine weißen Barockeseldamen.“ Frederic ist besonders geduldig mit Kindern. „Frederic und ich sind unzertrennlich, er begrüßt mich mit seiner kräftigen, lauten Stimme, sobald ich den Stall betrete.“

Poitou-Esel sind vom Aussterben bedroht

Stunden lang tobt er mit seinem besten Freund, einem einäugigen Barockesel-Wallach über die Weiden. Er ist der Chef einer sechsköpfigen Eselherde, die zusammen mit den Norikern in einem großen Offenstall leben. „Frederic sucht noch einen lieben Paten, der ihn unterstützen und sein Freund werden möchte“, sagt Wodak (siehe Infobox). Poitou-Esel sind eine stark vom Aussterben bedrohte Heimtierrasse. Es gibt nur mehr zirka 500 Exemplare weltweit. Diese kräftige, französische Eselrasse wurde hauptsächlich gezüchtet, um sie mit Pferden zu kreuzen und so besonders kräftige Maultiere für das französische Militär zu züchten.