Pferd Laura darf leben. Die Existenz der Noriker-Stute stand unter keinem guten Stern. Heute ist sie zu einem stattlichen Geschöpf herangewachsen.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 11. August 2019 (03:55)
Jutta Kircher
Die kleine Stute Laura machte dank Gabriele Wodak immer weitere Fortschritte und läuft heute unbekümmert über die Weide.

Laura hatte eigentlich schon ein gewisses Schicksal hinter sich. Neun Wochen zu früh auf die Welt gekommen, sollte sie als Präparat eines unausgereiften Fohlens für Studenten der Veterinärmedizin verwendet werden. Doch Laura hatte etwas ganz anderes im Sinne, nämlich leben. „Mich traf der Blick aus den riesengroßen schwarzen Augen, klar und wach, trotz der schlechten Verfassung“, erinnert sich Tierpark-Leiterin Gabriele Wodak.

Auch die Ärzte hielten es nicht für möglich, dass Laura überleben könnte. Wodak hörte jedoch nicht auf die Ärzte und glaubte an den Überlebenswillen des kleinen Pferdes. Tag und Nacht stand ihr Gabriele Wodak zur Seite. Und nach einiger Zeit stand Laura auch erstmals wackelig auf ihren eigenen Beinen.

Schließlich schlossen die Ärzte auch nicht aus, dass die junge Stute aufgrund der Frühgeburt unter Spätfolgen leiden könnte. Doch wie sich herausstellte, war dem nicht so. Als sie drei Monate alt war, durfte die Jungstute erstmals eine Zeit lang bei der Herde sein.

Laura wuchs zu einer stattlichen Norikerstute heran und siegte auch bei der Stutenkörung. Als sie fünf Jahre alt war, brachte sie auch ein Fohlen namens Ferdinand zur Welt. Mehr zu seiner Geschichte in der nächsten Ausgabe.