Tiere finden Schutz im Tierpark. Vor der kalten Jahreszeit hat der Tierpark Wolfsgraben noch Findelkinder aufgenommen und sie gepflegt.

Von Markus Huebmer. Erstellt am 26. September 2020 (03:41)
Dieses Eichhörnchen wurde im Tierpark aufgenommen.
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Immer wieder finden die verschiedensten Tierfindelkinder den Weg in den Tierpark Wolfsgraben. Eine wunderhübsche Hochflugtaube, die leider nicht beringt war, war kürzlich in Altlengbach in ein Haus geflogen und versteckte sich dort im Bücherregal. Schließlich wurde die Taube in den Tierpark Wolfsgraben gebracht, wo sie sich jetzt erholen kann. Sie frisst brav und ist auch schon ein bisschen zutraulich. Der Besitzer hat sich bislang noch nicht gemeldet. Damit sie bald Gesellschaft bekommt, wird die Taube bald von einer Dame aus Pressbaum in deren Taubenschlag aufgenommen.

Ebenfalls in Pressbaum fand eine Familie beim Spaziergang ein Eichhörnchen. „Als die Familie das Tier zu mir in den Tierpark brachte, war es sehr schwach und abgemagert und auch völlig ausgetrocknet. Das linke Hinterbeinchen ist gebrochen und Tierärztin Laura Rebuzzi aus Pressbaum übernahm dankenswerter Weise kostenlos die Behandlung des süßen kleinen Eichhörnchens. Mittlerweile ist es schon recht lebhaft, aber das gebrochene Beinchen gibt immer noch Anlass zur Sorge“, sagt Tierparkleiterin Gabriele Wodak.

„Wir sehen unsere Aufgabe in der Notversorgung von Tieren aller Art, die in Not geraten sind. Wildtiere werden immer von uns ausgewildert, wenn sie kräftig und gesund genug sind. Allen anderen Findlingen versuchen wir nach ihrer Genesung zu einem möglichst artgerechten Leben zu verhelfen. Wenn dies bei uns im Tierpark auf Dauer nicht möglich ist, vermitteln wir sie an geeignete Einrichtungen, wo sie auch mit Artgenossen vergesellschaftet werden können.“ Die gute Zusammenarbeit mit anderen Tierschutzorganisationen und Tiergärten sei in dieser Hinsicht sehr wichtig.