Bücherei in Gablitz muss schließen. Die von der SPÖ betriebene Josef Karner-Bücherei muss wegen Übersiedelung schließen. Derzeit wird ein neuer Standort gesucht. Eine Wiedereröffnung ist geplant.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 19. September 2020 (03:52)
Symbolbild
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Im Jahr 1949 wurde die Josef Karner-Bücherei in Gablitz gegründet. Jetzt, nach über 60 Jahren, muss sie vorübergehend geschlossen werden. „Die Bücherei muss übersiedeln, weil das Gebäude komplett renoviert wird und dort anschließend Wohnungen entstehen“, informiert Marcus Richter, Ortsparteiobmann der SPÖ, die die Bücherei betreibt. Derzeit wird nach einem neuen Standort gesucht. „Im Moment ist sie geschlossen, wir hoffen aber, die Bücherei weiterführen zu können. Auch aus guter alter Tradition möchten wir sie nicht aufgeben“, fügt Richter hinzu. Obwohl zuletzt die Frequenz von Personen, die sich Bücher ausgeliehen haben, relativ gering war, strebt man bei der SPÖ eine Weiterführung an.

Zwischenlager für 2.000 Bücher

Das Angebot der Josef Karner-Bücherei umfasst rund 2.000 Bücher, die nun für die Dauer der Schließung zwischengelagert werden müssen.

Richter hofft, die Bücherei bereits nächstes Jahr wieder aufmachen zu können. „Das hängt jetzt aber alles von der Standortsuche ab“, so der Ortsparteiobmann abschließend. Josef Karner gründete diese noch unter dem Namen „Arbeiterbücherei“ im ehemaligen Lokal des Fleischhauers Vyborny in der Hauptstraße 9. Damals wurde sie lediglich als Leihbücherei des ÖGB geführt. Nach und nach wurden immer mehr Bücher angekauft, die heute alle im Besitz der Bücherei sind. Im Jahr 1982 übersiedelte sie schließlich ins Untergeschoss der Volksschule, wo sie bis 1989 zu finden war. Bauliche Veränderungen in der Volksschule zwangen die Bücherei schließlich zum Umzug in die Haupstraße 26. Im Jahr 2011 übersiedelte die Josef Karner-Bücherei schließlich in die Hauersteigstraße 5.