Von Kerzen und Keksen: Advent in der Region Purkersdorf

Trotz des Lockdowns wird in der Region die Tradition des Advents gepflegt.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:18
Lesezeit: 2 Min
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Kinderbuchautorin Melanie Laibl zündete vergangenen Sonntag bereits die erste Kerze ihres Adventkranzes an.
Foto: privat

Mit dem Advent beginnt bekanntlich die besinnlichste Zeit des Jahres. Doch auch wie im vergangenen Jahr beginnt dieser mitten im Lockdown.

Dennoch setzt die Bevölkerung auf Tradition. Kinderbuchautorin Melanie Laibl begeht den Advent im Lockdown ähnlich wie in den Jahren davor. Gemeinsam mit ihrem Mann Günther genießt sie die stille Seite des Advents im liebevoll dekorierten Zuhause.

Jedes Jahr im Dezember macht das Ehepaar einen Städtetrip ins Ausland. Ob der geplante Aufenthalt in London heuer möglich sein wird, wird sich zeigen.

„Unser Christbaum erinnert uns an unsere Reisen“

„Wir genießen die Adventstimmung in fremden Städten und lassen uns inspirieren. Ich sammle mit großer Leidenschaft Christbaumschmuck und bringe von jedem Auslandsaufenthalt ein, zwei neue Stücke mit. Unser Christbaum erinnert uns an unsere Reisen“, erzählt Laibl.

In ihrer Kindheit saß die ganze Familie um den Adventkranz und sang Weihnachtslieder. Diese Tradition versucht sie weiterzuführen und packt dafür ab und zu auch ihre Flöte oder Gitarre aus. Ihren Christbaum stellen die Laibls bereits um den achten Dezember auf. „Während der Feiertage sind wir auf Besuch bei unseren Familien, daher genießen wir unseren Weihnachtsbaum bereits vor dem Heiligen Abend“, erklärt Laibl.

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Franz Starnberger chauffierte Pfarrer Monsignore Laurent durch Gablitz. Dabei kamen sie auch bei Bürgermeister Michael Cech vorbei.
Foto: privat

Die gemeinsamen Abende vor dem eingeheizten Ofen, sowie das Füttern und Beobachten der Vögel runden die Adventsstimmung ab. Musiker und Komponist Franz Alexander Langer mag die Adventzeit sehr gern. „Ich freue mich, wenn es nach der Umstellung auf die Winterzeit früher finster wird und es zuhause gemütlicher wird“, schwärmt Langer von der Ruhe daheim.

Während das Holz im Kamin knistert und Weihrauchduft durch das Haus zieht, kümmert sich Langer um die weihnachtliche Dekoration. Den heurigen Adventkranz hat er gekauft, aber nächstes Jahr möchte er ihn gemeinsam mit seinen Kindern selber binden und schmücken. singen, Kekse backen und gemeinsam mit der Familie Zeit verbringen - das ist für Langer ein schöner Advent.

Auch in den Pfarren der Region versucht man, den Advent besinnlich zu gestalten. In der Pfarre Purkersdorf gibt es etwa zwei Aktionen. „Beim ‚verkehrten Adventkalender‘ werden in einer großen leeren Krippe Dinge gesammelt, die sie in der VinziRast benötigen“, erklärt Pastoralassistent Björn Ziegerhofer. Im Zuge der zweiten Aktion „Advent Daheim“ gibt es bei der Krippe in der Kirche wöchentlich einen QR-Code mit Ideen für einen Adventabend zuhause.

In Gablitz kam Pfarrer Monsignore Laurent auch dieses Jahr mit dem Traktor zu den Menschen (siehe Foto oben), um ihre Häuser und Adventkränze zu segnen. Chauffiert wurde er dabei von Franz Starnberger. In Wolfsgraben wurden die Adventkränze traditionell in der Kirche von Pater Erich gesegnet.

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