Kreative Vielfalt in Künstlergemeinde. Zahlreiche Besucher ließen sich Ausstellung nicht entgehen.

Von Monika Närr. Erstellt am 15. Oktober 2019 (09:36)

„Seit fünf Jahren führen wir einmal pro Jahr alle Künstler unseres Ortes und angrenzender Gemeinden zusammen. Wir bieten immer ein abwechslungsreiches Programm und weiten die Plattform aus, heuer zum Beispiel mit Japan-Fotografien oder dem Schattenspiel des Wienerwaldgymnasiums, die schon einen Bezug zum Sonntagskonzert herstellen“, freut sich Kulturgemeinderätin Betty Barisits über den konstanten und immer wieder neuen Erfolg des herbstlichen Kulturwochenendes, das sie federführend organisiert.

Besonders froh ist sie auch über die rege Teilnahme der zugehörigen Schulen, außer den Kunstklassen des Gymnasiums waren auch heuer wieder die Musikschule Oberes Wiental in großer und variantenreicher Formation sowie die erste Klasse der Volksschule mit dabei.

„Die jungen Menschen haben immer neue Ideen, kommen mit immer neuen Kreationen und Kunstwerken, sodass jedes Jahr sein besonderes Markenzeichen trägt“, lobt Barisits, die vor allem in den letzten Tagen vor dem Event viel Zeit und Energie in die Vorbereitung mit den Kunstschaffenden investierte. Persönlich hat sie besonders der Vortrag des Buchautors Martin Lödl zum Zustand unserer Gesellschaft interessiert. Er war auch der erste Autor im Rahmen des Kreativen Tullnerbachs.

Buntes Wochenende mit viel Kultur

„Mein Dank gilt besonders den Pädagogen und Lehrern, die ihre Freizeit zur Verfügung stellen, um den Schülern eine Teilnahme und den Besuchern ein besonderes Erlebnis zu bieten“, so die Gemeinderätin für Kultur. Und was wünscht sie sich für die nächsten fünf Jahre? „Weiterhin ein so buntes Programm und engagierte Kinder und Jugendliche, die mitmachen“, betont sie abschließend.

Auch Bürgermeister Hans Novomestsky bedankte sich bei den Lehrern und der Leiterin der Musikschule Oberes Wiental, Tina Schmidt, sowie der Direktorin des Wienerwaldgymnasiums, Karina Bruckner, für ihren Einsatz und freute sich ebenfalls über den großen, wiederkehrenden Erfolg.

„Der rote Faden zieht sich jährlich durch, die Veranstaltung trägt zur Belebung unseres Ortes aber auch zur Vernetzung der Künstler der Region bei. Es ist schön, dass so Viele hier mitmachen und es immer wieder einen Wechsel und Neues im Rahmen dieses Wochenendes zu sehen und hören gibt“, ist der Ortschef angetan von den lebhaften Tagen in seinem Gemeindezentrum.

Kunst-Schülerinnen als Teilnehmer

Großen Anklang fand heuer auch wieder die Ausstellung und vor allem die Aufführung der achten Klasse des Wienerwaldgymnasiums. Die Schüler des Kunstzweigs hatten mit großem Aufwand und intensiver Vorbereitungszeit unter Leitung von Kunstlehrer Paul Wagner ein Schattenspiel vorgeführt. Der völlig abgedunkelte Sitzungssaal der Gemeinde war bis auf den letzten Platz besetzt, der Applaus sprach den Darstellern großes Lob aus.

Damit wurde auch ein Japanbezug zum Konzert von Midori Ortner am Sonntag sowie zur japanischen Fotoausstellung des Oboisten der Tonkünstler, Hannes Strassl, hergestellt. Paul Wagner: „Über den Umweg der Moderne, die ja viele Bezüge zu Japan hatte, wurde das Schattentheater auch bei uns bekannter.“

Und wie sahen einige teilnehmende Schülerinnen ihren Platz inmitten der lokalen Künstlerschar? Cara Schneidereit meinte „es ist relevant als Schüler ausstellen zu können, man hat Ansporn und Motivation dadurch und sieht auch sein Ergebnis und wie es ankommt.“ Alba Drescher freut sich „öffentlich zu zeigen, was wir in acht Jahren in der Kunstklasse leisteten.“ Linda Bayerl spricht davon, dass „es besonders war, in den letzten Jahren im Gemeindeamt unseres Schulorts auszustellen. Ich bin schon sehr gespannt, was mich in den nächsten Jahren mit meiner Ausbildung erwartet.“ Vita Drescher, die die dritte Klasse besucht und die Darbietungen ihrer älteren Kolleginnen bewunderte, freut sich schon „auf die Ausstellungen der kommenden Jahre, an denen ich dann auch teilnehmen werde.“

Und auch die stolze Direktorin Karina Bruckner genoss die beiden Tage außerhalb der Schule: „Die pädagogischen und künstlerischen Leistungen erfüllen mich mit Freude und Zufriedenheit. Die Ergebnisse hier zu sehen zeigt, wie sinnvoll die Aufbaujahre waren.“