Notar feiert seinen 60. Geburtstag. Jubiläumsjahr im Hause Reim. Notar feiert seinen 60. Geburtstag

Von Monika Närr. Erstellt am 23. August 2019 (03:22)
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Familienmensch Andreas Reim freut sich, dass seine Gattin Beate und Tochter Flora die Leidenschaft für motorisierte Untersätze teilen. Alle drei sind mittlerweile zwei- und vierrädrig unterwegs.

Sein Handy läutet nicht. Man hört stattdessen plötzlich das Geräusch eines Motorrads beim Gas geben. „Die Liebe zu Autos und Motorrädern wurde mir in die Wiege gelegt, mein Vater war Taxi-Unternehmer, bei uns waren Autos tägliches Thema. Während der Studienzeit habe ich mir mein erstes eigenes Auto auch als Taxifahrer verdient“, so der agile Irenentaler Andreas Reim. Er ist zwar nie selbst Auto- oder Motorradrennen gefahren, war aber als Zuseher auf vielen, auch internationalen, Motorrennen. Seine Frau Beate teilt seine Liebe zum Autofahren. Allerdings aus einem anderen Grund: die studierte Kommunikationswissenschaftlerin schätzt besonders die ausführlichen Gespräche während langer Autofahrten.

Und es versteht sich von selbst, dass der stil- und modebewusste Jurist auch seine Tochter Flora auf die Fahrprüfung vorbereitete. Zum NÖN-Gespräch kam Reim direkt aus der Fahrschule, hatte Flora doch soeben die Fahrprüfung gemeinsam mit ihm absolviert und mit Bravour bestanden.

„Er soll den Spaß bei der Arbeit behalten und nie seine gute Laune verlieren.“ Elisabeth Eberl und Tina Barisits über Andreas Reim

Der Familienmensch bekocht seine Lieben auch gerne selbst und Vater und Tochter schätzen ihr allabendliches Entspannungsritual, das sie mit Würfelpoker, Scrabble oder Backgammon verbringen.

„Mein Vater ist gelassen, verlässlich und sehr ausgeglichen. Für ihn gibt es immer eine Lösung, er hat immer den passenden Rat parat und er ist rund um die Uhr für seine Familie erreichbar“, so Flora, die wenige Tage nach dem runden Geburtstag ihres Vaters 17 wurde.

Überhaupt ist das heuer ein besonderes Jubiläumsjahr für die Reims: Andreas feiert seinen 60er, Ehefrau Beate den 50er, beide gemeinsam ihren 25. Hochzeitstag.

„Ein Notar muss vor Ort wohnen“

Die Familie lebt im Irenental, der gebürtige Wiener Reim ist begeisterter Wienerwälder geworden. „Ein Notar muss vor Ort wohnen, im Einzugsbereich seines Notariats. Es ist in diesem Beruf wichtig, gesellschaftlich gut integriert zu sein“, erläutert er und erwähnt, dass er seine allerletzte Prüfung an der Universität beim heutigen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen absolvierte. Ursprünglich wollte er Richter werden, da keine Planstelle frei war, kam er zufällig in ein Notariat und entdeckte „dass das mein Traumberuf ist“. Seit 18 Jahren gibt es nun die Kanzleigemeinschaft Fuchs-Reim. „Günther und ich sind sehr unterschiedliche Menschen – und es hat kein einziges Mal auch nur einen blöden Halbsatz zwischen uns gegeben“, verrät er das Geheimnis des Erfolgsduos.

Im Büro umgibt die Notare geballte Frauenpower. Deren umsichtige Organisationskraft erlebte Andreas Reim erst kürzlich, als die Mitarbeiterinnen eine Überraschungsparty zu seinem 60. Geburtstag im Salettl ausrichteten. Im 30-köpfigen Team sind lediglich vier Personen, inklusive der Chefs, männlich. „Frauen sind prädestiniert für die Tätigkeit im Notariat, sie sind umsichtig, genau und gehen mit Empathie heran, was zum Beispiel gerade bei Verlassenschaften ausgesprochen wichtig ist“, so Reim. Und lässt gleich drei seiner Spitzenkräfte selbst zu Wort kommen.

Tina Barisits, seit zehn Jahren als Sachbearbeiterin im Team, schwärmt: „Bei uns passt einfach alles, man kann sich keine besseren Chefs wünschen“. Mireille Lichal-Löfler ergänzt: „ Ich fühle mich hier ausgefüllt. Es hat mich in zwölf Jahren nie gejuckt, etwas anderes in der Berufswelt zu sehen.“ Und Elisabeth Eberl, die seit 15 Jahren dabei ist, schätzt die Flexibilität der Chefs: „Es war leicht, meine Arbeitszeiten anzupassen, als ich aus familiären Gründen auf eine Viertage-Woche umstellen wollte“.

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Überraschungsparty in der Kanzlei zum 60. Geburtstag.

Auch mehrere Wiedereinsteigerinnen kamen bereits zurück ins Notariat und während Karenzzeiten kann auch geringfügig gearbeitet werden. „So habe ich den Anschluss gut behalten können, das war mir wichtig“, betont Mireille Lichal-Löfler. Als es in der Vergangenheit einmal durch äußere Umstände bedingt im anwachsenden Team zu klimatischen Differenzen kam, machte Andreas Reim die Ausbildung zum systemischen Führungscoach und etablierte sich auch damit als Vorzeige-Arbeitgeber. Und was gibt es zum 60er Besseres, als die Wünsche seiner Mitarbeiterinnen, die fast alle in der Region leben?

„Er soll den Spaß bei der Arbeit behalten“, so Eberl. „Und nie seine gute Laune verlieren“, ergänzt Barisits und wird lachend von Lichal-Löfler unterbrochen: „Wir freuen uns auch, wenn er weiter gut auf uns schaut.“