Uralte Tradition und Superfood: Fermentieren als Trend. Der Tullnerbacher Alexander Falschlehner zeigt als „Cooking Alex“, wie man Gemüse mittels Milchsäuregärung haltbar machen kann.

Von Nadja Büchler. Erstellt am 23. Oktober 2020 (03:46)
Die farbenprächtigen Gläser tragen die Schönheit und Vielfalt der Gemüsesorten zur Schau. In den ersten Tagen trübt sich die Lake ein. Was bei der Herstellung zu beachten ist, erklärt Falschlehner in seinen Workshops.Boehm
Cornelia Boehm

Das Fermentieren von Gemüse erlebt gerade ein Revival. In den letzten Jahren ist diese Methode der Konservierung aus vielen Haushalten verschwunden. Für die Generation unserer Großeltern gehörte sie durchaus noch zu ihrem Alltag. Neben dem Nutzen der Lagerfähigkeit hat fermentiertes Gemüse einen weiteren riesengroßen Vorteil: es versorgt uns mit wertvollen Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und natürlichen Enzymen. Gerade in der Winterzeit ist der Genuss von solchem Gemüse ein einfacher Weg sich gesund zu ernähren und den Darm bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Der Tullnerbacher Alexander Falschlehner, alias Cooking Alex, beschäftigt sich seit Anfang 2019 sehr intensiv mit dem Thema Fermentieren. Der leidenschaftliche Koch und Food Blogger interessierte sich wegen einer Darmentzündung für das Superfood.

Eigene Experimente und Coachings

Er stand vor der Entscheidung, teure Medikamente zu kaufen, oder mit der richtigen Ernährung seinen Darm zu regenerieren und zukünftig zu unterstützen. Es folgten eigene Experimente, das Lesen von Fachlektüre und ein Coaching bei Ingrid Palmetshofer, Österreichs Expertin für das Fermentieren von Gemüse und Obst. Jetzt startet Falschlehner mit seinen eigenen Workshops und bietet sein Wissen und seinen großen Erfahrungsschatz an. Bereits der erste Termin war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.

Mittlerweile hat sich Falschlehner zusätzliche Kühlschränke zugelegt.
Nadja Büchler

Der Workshop findet in den ehemaligen Räumlichkeiten von Falschlehners Tante Mizzi statt. Ein großer Raum inklusive großem Tisch und die Küche im 50er-Jahre-Style bieten den Teilnehmern genug Platz. In dieser Küche dreht Falschlehner auch seine Videos für die „Cooking Alex Show“. Falschlehner hat übrigens im Herbst den 1. Platz in der Kategorie „Newcomer“ beim „Austria Food Blog Award“ gewonnen. Auf seiner Seite „cookingalex.tv“ zeigt er Großmütter beim Kochen ihrer Lieblingsrezepte oder schaut professionellen Köchen über die Schulter.

Beim Workshop „Sauerkraut selber machen“ können die Teilnehmer Falschlehner über die Schulter schauen und stellen selbst ihr Sauerkraut her.