Ex-FPÖler aus Purkersdorf jetzt bei Strache am Start. Zoran Kovacevic und seine Frau Katharina treten bei der Wien-Wahl für das Team Strache an. Im Jänner wollten sie FPÖ-Gemeinderäte in Purkersdorf werden.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 19. August 2020 (04:21)
Voller Tatendrang waren Zoran (r.) und Katharina Kovacevic im Jänner noch für die FPÖ. Im Bild mit Alfred Tauber (2. v.l.) und Yannick Krause.
Kindler

Noch im Jänner kandidierte Zoran Kovacevic bei der Gemeinderatswahl in Purkersdorf für die FPÖ auf Platz zwei. Sogar bei der NÖN-Wahldiskussion saß Kovacevic auf der Bühne und sprach mit den Spitzenkandidaten der anderen Parteien über seine Anliegen, die er in der Wienerwaldstadt umsetzen möchte. Auch seine Frau Katharina war an prominenter Stelle auf der FPÖ-Liste vertreten, sie kandidierte auf Platz drei. Doch die großen Pläne dürften sich jetzt geändert haben.

Denn mittlerweile haben es sich die beiden Polizisten anders überlegt. Bei der Wien-Wahl treten jetzt Zoran und Katharina Kovacevic für das Team HC Strache an.

Mitglieder bei der FPÖ sind sie nicht mehr, und auch der Wohnsitz wurde von Purkersdorf nach Ottakring verlegt. Kovacevic selbst wollte sich zum überraschenden Wechsel nicht äußern, er verwies auf Team Strache-Generalsekretär Christian Höbart. Dieser bestätigt: „Beide kandidieren für das Team HC Strache. Sie sind seit circa zwei Monaten Mitglieder und in Wien gemeldet. Sie wohnen in einer Polizeiwohnung in Ottakring“, so Höbart.

„Sehr suspekt“ ist der Wechsel für den Purkersdorfer FPÖ-Gemeinderat und FPÖ-Obmann Alfred Tauber. „Ob die beiden umgemeldet sind, weiß ich nicht“, so Tauber.

„Reisende soll man nicht aufhalten“

Was allerdings stimmt, ist, dass beide keine Mitglieder der FPÖ mehr sind. „Ich bin ihnen nicht böse, wir haben gut zusammengearbeitet. Eigentlich wäre geplant gewesen, dass Zoran Kovacevic im Herbst den Ortsparteiobmann übernimmt. Aber das ist ihm wahrscheinlich zu langsam gegangen. Er hat mir mitgeteilt, dass er alle Funktionen zurücklegt“, so Tauber. Er findet es aber schade, dass sich beide so entschieden haben. „Es hätte von der Generation her gut gepasst. Aber Reisende soll man nicht aufhalten, es ist halt so“, meint Tauber.