Region Purkersdorf: Gäste buchen kurzfristig. Reisebüros sind derzeit ausgelastet. Hotels der Region werden teilweise erst zwei bis drei Tage vor Anreise gebucht.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 09. Juni 2021 (04:00)
Alice Berger vom Reisebüro Bergers Reisewelt in Purkersdorf informiert sich laufend über die aktuellen Reisebestimmungen. Bei Fragen hilft sie ihren Kunden jederzeit weiter.
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Seit über einem Jahr beherrscht nun die Corona-Pandemie den Alltag der Menschen. Stark betroffen von den zahlreichen Einschränkungen sind vor allem Reisebüros und Hotels. Die NÖN hörte sich deshalb in der Region um, wie reisefreudig die Bevölkerung ist und wie es derzeit um die Buchungslage steht.

Einen regelrechten Boom bemerkt Alice Berger vom Purkersdorfer Reisebüro Bergers Reisewelt. „Von Zurückhaltung wegen der Corona-Pandemie ist keine Spur. Die Leute sind jetzt wieder freudig aufs Reisen und buchen, was das Zeug hält“, erzählt Berger im NÖN-Gespräch und fügt hinzu: „Der Mai war vom Umsatz her gewaltig.“

„Von Zurückhaltung wegen der Corona-Pandemie ist keine Spur"

Gebucht wird jetzt vor allem für die bevorstehenden Sommermonate Juli, August und September. „Für den Sommer werden überwiegend Urlaube nach Griechenland und Italien gebucht. Bei Reisen nach Spanien sind unsere Kunden noch sehr verhalten, Türkeiurlaube haben wir bisher sehr wenig gebucht“, informiert die Reisebüro-Betreiberin.

Auch Weihnachtsurlaube auf die Malediven und Mauritius sind bei den Purkersdorferinnen und Purkersdorfern derzeit sehr beliebt. „Es gibt Direktflüge nach Mauritius, die sehr fleißig gebucht werden“, erklärt Berger weiter. Die Reise- beziehungsweise Einreisebeschränkungen variieren derzeit noch von Land zu Land. Berger verspricht aber, ihren Kunden beratend zur Seite zu stehen.

„Wir informieren uns laufend über die aktuellen Reisebestimmungen in den verschiedenen Ländern und stehen unseren Kunden jederzeit beratend zur Seite. Außerdem schauen wir uns jede Situation individuell an“, sagt Berger.

Urlaubsentscheidungen möglichst bald fällen

Allen, die hinsichtlich Urlaub noch unentschlossen sind, rät sie, sich bald zu entscheiden – egal ob im In- oder Ausland. „Die Kapazitäten – etwa bei Flügen – sind derzeit nicht so groß wie in einem normalen Jahr. Wir haben geringere Flugkontingente von 30 bis 40 Prozent, damit müssen wir jetzt arbeiten. Hier gilt das Motto First come – first serve.“ Auch Stornoguthaben sollten bald aufgebraucht werden. „Wenn nichts mehr frei ist, kann es passieren, dass das Guthaben nicht mehr aufgebraucht werden kann“, betont die Reisebüro-Inhaberin.

Auch Philip Jansohn, Hoteldirektor Schlosspark Mauerbach, ist mit der aktuellen Buchungslage zufrieden. „Das erste Wochenende nach dem Lockdown war ein voller Erfolg. Wir waren bis auf ein paar Plätze ausgebucht. Viele unserer Stammgäste haben uns wieder besucht. Jedoch durften wir auch viele neue Gäste, die einfach einen Kurzurlaub verbringen wollten, bei uns begrüßen.“

Buchungen werden kurzfristig getätigt

In Hinblick auf den Sommer zeigen sich die Gäste aber noch eher verhalten. Allerdings bemerkt er, dass Urlaube relativ kurzfristig gebucht werden.

„Für den Sommer ist die Buchungslage zum aktuellen Zeitpunkt noch recht verhalten. Allgemein werden Buchungen immer kurzfristiger getätigt – teilweise 2-3 Tage vor Anreise. Einen Forecast für einen Monat zu erstellen, ist daher fast unmöglich geworden. Ich bin mir jedoch sicher, dass wir diesen Sommer gut ausgelastet werden – trotz offener Grenzen – da viele Gäste den Urlaub im eigenen Land zu schätzen gelernt haben. Insbesondere die kurzen und unkomplizierten Anreisen sind entscheidungsgebend“, zeigt sich Jansohn zuversichtlich.

„Für den Sommer ist die Buchungslage zum aktuellen Zeitpunkt noch recht verhalten"

Mit der Corona-Pandemie hat sich einiges verändert. „Einige der Corona-Maßnahmen werden auch nach der Pandemie bestehen bleiben – der Wunsch nach mehr Freiraum und Privatsphäre, individuellem Service und erweiterter Hygienemaßnahmen seitens der Hoteliers und Gastronomen wird von Gästen weiterhin verlangt werden“, sagt der Hoteldirektor.

„Durch eine Limitierung der Gästeanzahl wird mehr Platz für jeden Einzelnen geboten"

Die Zeit der Schließung hat – abgesehen von den Maßnahmen rund um die Pandemie – für Neuerungen gesorgt. „Durch eine Limitierung der Gästeanzahl wird mehr Platz für jeden Einzelnen geboten. Wir sind weder überlaufen, noch gibt es Wartezeiten. Der Wellnessbereich wurde erst vergangenes Jahr mit weiteren großzügigen Saunen, einer Erlebnisdusche und Eislounge sowie Thermoliegen erweitert. Dieses Mehrangebot kommt uns jetzt zu Gute“, verspricht Jansohn den Gästen einen unbeschwerten Aufenthalt.

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