Trotz Symptome noch kein Corona-Test. Junge Patientin wurde bis jetzt noch nicht getestet. Symptome dauern an.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 08. April 2020 (03:41)
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 „Ich wurde noch immer nicht getestet“, berichtet die junge Purkersdorferin. Die 19-Jährige wandte sich erneut an die NÖN, um mitzuteilen, dass sie trotz Symptomen, wie Reizhusten, Atemnot und Fieber, noch keinen Test auf Covid-19 erhalten habe.

Bereits seit einiger Zeit ist sie im Krankenstand. „Als die Atemnot schlimmer wurde, wurde ich ins Krankenhaus nach Tulln gebracht“, berichtet die Purkersdorferin. Dort sei eine Lungenentzündung diagnostiziert wurden. „Außerdem wurde ich als Coronavirus-Verdachtsfall eingestuft.“ Ein Test sei aber nicht durchgeführt worden. „Mir wurde mitgeteilt, dass es nicht genug Tests gibt. Ich wurde auch nicht stationär aufgenommen, weil man mich darüber informierte, dass nicht ausreichend Betten zur Verfügung stehen“, erzählt die 19-Jährige.

„Als die Atemnot schlimmer wurde, wurde ich ins Krankenhaus nach Tulln gebracht“

Getestet wurde dann doch. „Allerdings nicht ich, sondern mein Freund.“ Offensichtlich seien die Namen vertauscht worden. Man habe versucht, auf den Irrtum aufmerksam zu machen, allerdings sei kein erneuter Test durchgeführt worden. Der Test des Freundes war schlussendlich negativ.

Seitens des Universitätsklinikums Tulln wird bestätigt, dass die Patientin aufgrund von Fieber und Husten ins Krankenhaus eingeliefert wurde. „Sie gab an, dass das Fieber bereits zwei Wochen anhielt, in den letzten Tagen jedoch nie auf mehr als 37,5 Grad stieg“, informiert Pressekoordinatorin Viola Hirschbeck. Somit sei die Patientin bis auf den Husten beschwerdefrei gewesen. Da die Patientin ein Lungenröntgen abgelehnt habe, sei auch von seiten des Universitätsklinikums keine Lungenentzündung diagnostiziert worden.

Corona-Infektion nicht auszuschließen

„Nach der Einschätzung unseres Triagearztes war eine Infektion mit dem Coronavirus nicht auszuschließen, was mittels Informationsschreiben mitgeteilt wurde. Zusätzlich dazu erhielt die Patientin neben einem Rezept auch die Empfehlung, sich in häusliche Quarantäne zu begeben, mit 1450 Kontakt aufzunehmen sowie ihren Hausarzt zu informieren“, so Hirschbeck.

Durch das Universitätsklinikum Tulln würden nur jene Patienten getestet werden, die auch stationär aufgenommen werden. „Da es hierfür jedoch keine Indikation gab, wurde die junge Frau mit der angesprochenen Handlungsempfehlung nach Hause geschickt.“ Dies sei der einzige Grund gewesen, und nicht eine eventuelle eingeschränkte Bettenkapazität.

Bezüglich Testkapazitäten erläutert Viola Hirschbeck: „Mit heutigem Stand reichen die Testkapazitäten für die stationären Aufnahmen sowie Verdachtsfälle unter den Mitarbeitern aus.“

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