Verhaltener Jubel in Wolfsgraben. Die Bürgerliste „Aktives Wolfsgraben“ punktet bei der Gemeinderatswahl mit den Themen Transparenz und Stadtplanung.

Von Isabella Nittner. Erstellt am 11. Februar 2015 (06:04)
NOEN, Hornstein
Listen-Chef Josef Pranke hat Zukunftsvisionen: Großes Ziel ist die attraktive Gestaltung des Ortszentrums und die Transparenz in der Gemeindepolitik Wolfsgrabens.

Die absolute Mehrheit der ÖVP konnte zwar nicht gebrochen werden, mit einem satten Plus von 9,4 Prozent ist die Bürgerliste „Aktives Wolfsgraben“ jedoch eindeutiger Wahlsieger. Neben den drei Mandaten von Josef Pranke, Gabriele Holzer und Vinzenz Trugina ziehen nun auch Petra Didcock und Alfred Apl in den Gemeinderat ein.

Pranke glaubt, dass die Bürgerliste insbesondere mit Themen wie politischer Transparenz und dem Projekt „Ortszentrum“ punkten konnte. „Das hat wohl den Nerv der Leute getroffen“, meint er. Wirklich zum Jubeln zumute ist ihm aber nicht. Ein Wermutstropfen ist nämlich nicht nur die Verfehlung des Wahlziels – nämlich die Absolute der ÖVP zu brechen –, sondern auch die starken Verluste der SPÖ. Diese würden nämlich die gesamte Opposition immens schwächen.

„Die Zeit ist reif für etwas anderes. Die Leute haben diese ewig gleichen Sprüche der Parteien satt.“ Josef Pranke, Liste Aktives Wolfsgraben

Die ersten Schritte dieser Legislaturperiode sollen die Einlösung seiner Wahlversprechen sein. Ausschreibungen sollen transparent gemacht werden, und auch die Arbeit des Gemeinderates soll nachvollziehbar sein. Unter anderem sind hier Aussendungen über die Arbeitsfortschritte des Gemeinderates geplant. Außerdem sollen der Ausbau von Radwegen und Generationen übergreifendes Wohnen forciert werden.

Ein weiteres Anliegen ist Josef Pranke auch die Einbindung des Heimbautals in die politischen Entscheidungen der Gemeinde. Der Ausbau der Infrastruktur und eine Ansprechperson innerhalb des Gemeinderates sind hier das Ziel.

Während ÖVP-Bürgermeisterin Claudia Bock die Verluste ihrer Partei mit der Wahlbeteiligung von nur knapp 60 Prozent begründet und die raue Gangart Prankes beklagt – „mit Unterstellungen kann man immer punkten“ – glaubt Pranke, dass ein politischer Umbruch bevorsteht: „Die Zeit ist reif für etwas anderes. Die Leute haben diese ewig gleichen Sprüche der Parteien satt. Sie sind unzufrieden.“