Wienerwaldgym: Verkehrskonzept in Schwebe

Erstellt am 22. Juni 2022 | 04:55
Lesezeit: 3 Min
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Für den Verkehr beim Schulzentrum hat die Gemeinde noch keine Lösung.
Foto: Böhm
Die Gemeinde diskutiert noch über die Bushaltstelle und die Abholzone. Bund und Land sollen sich finanziell beteiligen.
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Nach den Osterferien 2023 soll das Wienerwaldgymnasium aus der vorübergehenden Container-Lösung in den Neubau übersiedeln. Das passende Verkehrskonzept steht jedoch noch nicht.

Schon im Februar verschaffte sich eine Verkehrsexpertin ein Bild von der Lage, ihre Empfehlungen sollen die Richtlinien für den zuständigen Ausschuss bilden. „Wir haben noch keine Lösung, wir haben jetzt mal diskutiert“, berichtet Vizebürgermeister Helmut Elsinger (Grüne) von der letzten Sitzung Mitte Mai.

Wege der Kinder und Auto- sowie Busverkehr trennen

Kernpunkte der Diskussion sind der Standort der Bushaltstelle und die Abholzone. „Unser Wunsch ist, dass viele Kinder mit dem Bus kommen. Deswegen wollen wir, dass die Busstation so attraktiv wie möglich ist“, erklärt der Vizebürgermeister. Die Expertin habe empfohlen, die Station nach oben vor die Schulen zu verlegen. Diese Frage hängt laut Elsinger jedoch auch von den Partnern bei der Bundes- und Landesimmobiliengesellschaft ab.

Ein weiteres Defizit ist die Stellfläche für die Eltern, die ihre Kinder abholen. Zu Spitzenzeiten stehen hier 200 bis 300 Kinder. Nach Wunsch der Eltern haben sie künftig ein Dach. „Das ist ein zweischneidiges Schwert: Je attraktiver wir das machen, umso mehr Eltern kommen und holen ihre Kinder ab“, fürchtet Elsinger. Außerdem ziele die neue Verkehrsplanung darauf ab, die Wege der Kinder, den Auto- sowie Busverkehr zu trennen.

Im nächsten Schritt will die Gemeinde Kontakt zur Bundes- sowie zur Landesimmobiliengesellschaft aufnehmen. Ziel wäre eine Kostenbeteiligung von Bund und Land, die Elsinger hier in der Pflicht sieht. „Der Gemeinde gehört nur die Straße. Und für die Volksschüler bräuchten wir den ganzen Zinnober nicht“, stellt er klar. „Die große Belastung entsteht durch das Gymnasium. Das haben uns Bund und Land hingestellt.“

Er rechnet durch den Neubau künftig mit 400 Menschen mehr und insgesamt mit etwa 1.500 Menschen täglich – „viel zu viel für dort oben.“ Ein Problem sind laut Vizebürgermeister auch die 24 Parkplätze, die gebaut werden. „Da bleiben mindestens 50 Stellplätze für Lehrkräfte, die dem Bund offensichtlich egal sind“, kritisiert er.

Fixes Konzept eventuell im September

„Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Lösung finden, sodass alle damit leben können“, kommentiert Bürgermeister Johann Novomestsky (Liste Novomestsky) den aktuellen Planungstand.

Im September, schätzt Elsinger, könnte das Konzept stehen und im Gemeinderat beschlossen werden: „Lieber eine gute Lösung, als jetzt husch-pfusch etwas zu machen.“ Der Bürgermeister hofft, dass die erforderlichen Bauarbeiten in den Ferien im Februar stattfinden können.

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