SPÖ Tullnerbach fordert: "Schranken öfter öffnen". SPÖ Tullnerbach fordert zusätzlichen Fahrtdienstleiter für Bahnübergang Lawieserstraße.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 15. September 2021 (04:07)
SPÖ Tullnerbach
Gemeinderat Thomas Waismayer, Gerda Schmutterer und SPÖ-Ortsvorsitzender Wolfgang Braumandl fordern einen zweiten Fahrtdienstleiter, der den Schranken Lawieserstraße zu jeder nur sicherheitstechnisch möglichen Zeit öffnet. Dafür sammeln sie nun Unterstützungserklärungen.
SPÖ Tullnerbach

Ab Oktober wird der Tunnel Weidlingbachstraße für mehr als ein Jahr gesperrt werden. Ausweichen ist nur großräumig über das Irenental oder über den Bahnübergang Lawieserstraße möglich. Zweiteres ist oft mit langen Wartezeiten verbunden. Die SPÖ Tullnerbach startete deshalb eine Unterschriftenaktion für eine Verbesserung der Schrankenöffnung. Die Parteimitglieder fordern kürzere Wartezeiten sowie den Schranken so oft und so lange wie möglich offen zu halten.

„Der Fahrdienstleiter im Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum entscheidet über die Öffnung des Schrankens auf der Lawieserstraße. Wir fordern daher für die Zeit der Sperre des Tunnels die sogenannte Beistellung eines Fahrdienstleiters im Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum durch die ÖBB sowie die ausdrückliche Weisung an die Fahrdienstleitung, den Schranken zu jeder nur sicherheitstechnisch möglichen Zeit zu öffnen, und sei es auch nur für wenige Minuten“, heißt es in der Erklärung.

Gemeinderat Thomas Waismayer befürchtet, dass es zu einer Überlastung der Park & Ride-Anlage kommen könnte. „Zahlreiche Bewohner der oberen Lawies werden verständlicherweise die Plätze der Park & Ride Anlage beim Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum nutzen. Durch die Baustellen-Container sind bereits zahlreiche Parkplätze verloren gegangen, ich befürchte massive Probleme für die Pendler, die ihre Autos beim Bahnhof abstellen wollen.“

Interessen der Bürger vertreten

SPÖ-Ortsvorsitzender Wolfgang Braumandl sieht die Koalition in der Pflicht, die Interessen der Bürger der Lawies zu vertreten. „Ich habe den Eindruck, dass die regierende Koalition aus Liste Novomestsky und Grünen alles als gegeben hinnimmt, was die ÖBB ihnen vorgibt. Wie kann es sein, dass die Sorgen der Bevölkerung nicht gehört werden? Die ÖBB ist uns eine bessere Lösung als bisher schuldig. Wir möchten unsere Forderung mit möglichst vielen Unterstützungserklärungen untermauern.“

Bürgermeister Johann Novomestsky (Liste Novomestsky) entgegnet, dass die Gemeinde den ÖBB nichts vorschreiben könne. „Wenn ein Fahrtdienstleiter bereitgestellt wird und somit die Wartezeiten beim Schranken verkürzt werden, kann ich das nur gut heißen“, sagt der Ortschef und fügt hinzu: „Wir können als Gemeinde nicht viel tun. Die Forderungen müssen an die ÖBB gestellt werden.“

Derzeit werden die Flugblätter an die Tullnerbacher Haushalte verteilt. Jeder, der die Petition unterstützen möchte, muss den am Flugblatt markierten Abschnitt abtrennen, und anschließend in den roten Briefkasten an der Ecke Bahnhofallee/Franz Schubert-Straße oder den Briefkasten Prebrunnstraße 4 (Baumgartner) werfen. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Abschnitt einzuscannen und an tullnerbach@spoe.at zu schicken. Weiters kann die Petition via openpetition.eu unterstützt werden.

Details bei Wolfgang Braumandl unter 0676/7345 834 oder www.tullnerbach.spoe.at . Die Unterstützungserklärungen werden bei der Informationsveranstaltung am 22. September den Mitarbeitern des ÖBB-Planungsteams übergeben.

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