Pressbaumerin hatte falsche Polizisten am Handy. Mit einer gefälschten Telefonnummer versuchen Kriminelle, via Anruf älteren Personen Geld und Wertgegenstände zu entlocken.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 21. Mai 2020 (04:20)
Symbolbild
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„Eine Einbrecherbande wurde festgenommen und Notizen mit Ihrem Namen gefunden.“ „Ihre Tochter (oder Sohn) hat einen Verkehrsunfall verursacht. Eine Kaution ist zu bezahlen, ansonsten muss sie (oder er) in Haft.“ Mit diesem oder ähnlichem Vorwand rufen derzeit Trickbetrüger unter der vorgetäuschten Polizeitelefonnummer 059133300 in der Region St. Pölten an.

Auch in Pressbaum wurde eine Frau von Betrügern angerufen. Bei ihr gab ein Anrufer an, dass es am Bartberg zu einem Raubüberfall gekommen sei. Als sie dies infrage stellte, brach der Täter das Gespräch ab. Die Frau alarmierte die Exekutive.

Bei diesen Telefontäuschungsversuchen, dem sogenannten „Call-ID Spoofing“, bieten „falsche Polizisten“ an, Geld und Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung abzuholen. Da die bekannten Opfer misstrauisch wurden, ist kein Schaden entstanden.

„Die Täter suchen sich gezielt aus dem Telefonbuch eher altmodisch klingende Vornamen aus, um potenzielle Opfer zu finden“, warnt Bezirkspolizeikommandant Gerhard Pichler. Immer soll man daher direkt seine Angehörigen anrufen, ob alles in Ordnung sei und kein Geld überweisen oder Wertgegenstände übergeben.