Zurück zum Ursprung: Quartett rund um Pressbaumer mit neuer CD

Erstellt am 05. August 2022 | 05:22
Lesezeit: 4 Min
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Die Musiker des Aureum Saxophon Quartetts mit dem Pressbaumer Joe Weichinger (r.) schaffen auf ihrer neuen CD „golden roots“ ein außergewöhnliches Hör-Erlebnis.
Foto: Aureum
Aureum Saxophon Quartett von Joe Weichinger präsentiert CD, die Klassik, Jazz, Weltmusik und Volksmusik vereint.
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So wie das Gold in verschiedensten Farben glänzt, so vielfältig präsentiert sich das österreichische Saxophon Quartett Aureum auf seiner zweiten CD „golden roots“. Übermorgen, Freitag, erscheint diese „mit einer einzigartigen Klangwelt, die so noch nie präsentiert wurde“, freut sich der Pressbaumer Saxophonist Joe Weichinger.

„Golden roots“ ist ein Bekenntnis der Leidenschaft zur Musik. Tradierte Grenzen zwischen Stilen und Konventionen brechen künstlerisch auf. Fragen nach dem Ursprung treten hervor. Die Musiker Martina Stückler (Sopransaxophon), Viola Jank (Tenorsaxophon), Joe Weichinger (Altsaxophon) und Lukas Seifried (Baritonsaxophon) machten sich auf die Suche nach ihren Wurzeln – musikalisch, künstlerisch und ganz persönlich.

Eigener Sound von Aureum

Aureum offenbart ein vielfältiges und verzweigtes Wurzelwerk, komplex und dennoch bodenständig. Es vereint Klassik, Jazz, Weltmusik und Volksmusik. Crossover in einer ganz eigenen Dimension und eine Neuheit in dieser Besetzung. Dennoch ist es der unverkennbare Sound, der das Ensemble ausmacht.

Die Kombination der Stücke bildet einen goldenen Klang durch die musikalischen Zeitalter von Bach über Mozart und Beethoven bis Schönberg in persönlichen Arrangements. Zeitgenössische Kompositionen von Philippe Geiss, Gerald Resch und Christian Maurer, sind dem Ensemble ebenso auf den Leib geschrieben.

In der Volksmusik, inspiriert von einer regen Zusammenarbeit mit dem renommierten Volksmusiker und Forscher Rudi Pietsch, fand Aureum seine Wurzeln. Und damit die Antwort auf die Frage: Wie klingt österreichische Volksmusik auf Saxophonen? „Bei den vier Saxophonisten handelt es sich um reife und routinierte Künstlerpersönlichkeiten, die Arbeit mit ihnen gereichte mir immer zu großer Freude“, zeigte sich der mittlerweile verstorbene Mentor Pietsch begeistert.

„Wir durften mit diesem begnadeten Musiker und Volksmusikforscher zusammen arbeiten und musizieren. Mit seiner Faszination hat er uns angesteckt und seither ist die genuine Volksmusik ein wesentlicher Bestandteil unseres Repertoires. ‚Golden roots‘ ist deshalb nicht nur die persönliche Beschäftigung mit der Musik unseres Ahnenlandes, es ist auch ein Gedenken an Rudi Pietsch“, betont Baritonsaxophonist Lukas Seifried.

Tiefe Emotionalität und Verbundenheit

Volksmusik und Kunstmusik sind bei Aureum keine Konterparts, vielmehr Ursprung und Entwicklung. Das Ensemble entlockt den Saxophonen dabei Klangfarben, Töne und Geräusche, die ein außergewöhnliches Erlebnis des Hörens schaffen. Ihre Interpretationen wecken eine tiefe Emotionalität und Verbundenheit. Und das mit einer virtuosen Souveränität, die man unter Musikern ihres Jahrgangs nur selten findet.

„Die Stücke bilden ein musikalisches Geflecht, das uns ans Herz gewachsen ist. Das Saxophon ist eine goldene Wurzel meines Lebens und dient als Sprachrohr meiner persönlichen Geschichte. Wie Gedichte uns mit bedeutungsvollen Worten berühren, spricht Musik in ihrer eigenen, mystischen Sprache, gefüllt mit tiefen Emotionen“, resümiert Sopransaxophonistin Martina Stückler.

Und Tenorsaxophonistin Viola Jank ergänzt: „Das Album lässt auf unseren Ursprung schließen und zeigt auch den bisherigen gemeinsamen Weg. Es ist das Ergebnis des Zusammenfindens unterschiedlicher Charaktere im Ensemble, welche sich im Lauf der Zeit wie Wurzeln untrennbar miteinander verflochten haben.“

Aufgenommen wurden die Stücke teilweise in der Schulkapelle des Kollegium Kalksburg, teilweise im Konzertsaal des Wiener Arnold Schönberg-Centers. „Die anspruchsvollen Aufnahmen wurden über einen Zeitraum von einem halben Jahr zusammengestellt und haben uns als vierköpfiges Musiker-Team noch stärker zusammen geschweißt“, freut sich Joe Weichinger auf die Präsentation im Hof des Wiener Amerling-Beisls.

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