Hansi tänzelt mit und ohne Federn in Wolfsgraben. Die beiden Pfaue Hansi und der neue Romeo sind ein unschlagbares Duo.

Von Markus Huebmer. Erstellt am 06. November 2019 (15:38)

Beide halten Angreifer in Schach und schreien laut auf, wenn sich Gefahr nähert. Der Tierpark Wolfsgraben hat mit den beiden Pfauen Hansi und Romeo zwei tierische Wächter, die mit ihrem Rasselgeräusch nicht nur die anderen Tiere warnen können, sondern auch mit ihren Federn Tier und Mensch immer wieder aufs Neue beeindrucken.

„Um Feinde einzuschüchtern und sein Weibchen in der Balzzeit zu beeindrucken, schlägt der Pfau sein prächtiges Rad. Er lässt dabei die Federn zittern und erzeugt damit ein lautes Rasselgeräusch“, weiß Gabriele Wodak vom Tierpark Wolfsgraben.

Einst hatte Pfau Romeo auf einem Friedhof im Marchfeld sein Unwesen getrieben und den Grabschmuck zerstört, nun lebt er in Wolfgraben und hat vor Kurzem Verstärkung bekommen. Aus Deutschland stammt der Pfau Hansi. Bevor Hansi auf den Gnadenhof nach Wolfsgraben kam, lebte er im Rheinland. Er ist besonders zahm. Seine Familie hatte ihn schon als Küken großgezogen.

Aber ein Amtstierarzt hatte beanstandet, dass das Gehege des wunderschöne Vogels, in welchem er in Deutschland gehalten wurde, zu klein war.

Sohn nahm Kontakt mit Tierpark auf

Die ehemaligen Besitzer wollten aber nur das Beste für Hansi – die Familie hing sehr an dem Vogel – und so fiel die Wahl auf den Tierpark Wolfsgraben als neue Heimat. Der Sohn der Familie hatte in die Region geheiratet und knüpfte Kontakt mit Gabriele Wodak. Als schließlich auch der Amtstierarzt einverstanden war, konnte Pfau Hansi die lange Reise vom Rheinland nach Wolfsgraben antreten. Romeo und Hansi brauchten zirka zwei Wochen, bis sie dicke Freunde wurden.

Hansi ist handzahm und frisst aus der Hand. Mehlwürmer liebt er ganz besonders. Durch ihn ist auch Romeo viel zutraulicher geworden.