König Fußball regiert auch die Region Purkersdorf. Die NÖN fragte bei den Ortschefs der Region nach deren Vorlieben nach. Deutschland und Brasilien werden dabei mehrmals genannt.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 20. Juni 2018 (04:54)
APA (AFP)
Hohe Erwartungen an Neymar und Kollegen

Der Ball rollt schon seit gut einer Woche in Russland. Die Favoriten haben bereits ihre erste Runde absolviert, ohne dabei wirklich überzeiugen zu können. Die NÖN fragte bei den Ortschefs der Region nach, wie sie es denn mit dem runden Leder so haben?

Niederlage für Deutschland, Unentschieden für Brasilien und Argentinien – die Favoriten sind nicht gerade glorreich in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Dennoch halten die Bürgermeister der Region an ihren Lieblingsmannschaften und Favoriten fest. Bis auf eine Ausnahme, versuchen sie so viel von der WM aufzusaugen, wie möglich.

„Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, das Deutschland gewinnen wird.“ Josef Schmidl-Haberleitner,Bürgermeister von Pressbaum

„Die letzten Ergebnisse und die Einschätzung der Medien, lassen nichts Gutes erahnen“, sieht Pressbaums Stadtchef Josef Schmidl-Haberleitner Schwarz für eine Titelverteidigung seines Lieblingsteams Deutschland. Brasilien und Spanien sind, seiner Meinung nach, die Favoriten auf den Titel. „Ich gebe die Hoffnung dennoch nicht auf“, zeigt er sich tapfer. Er versucht so viele Spiele wie möglich zu sehen.

„Leider erlauben das die Position als Bürgermeister und auch mein Beruf nicht“, so Schmidl-Haberleitner. Wenn er dann zum Fußball-Schauen kommt, dann macht er das im Kreise seiner Familie. In Pressbaum selbst gibt es auch die Möglichkeit Fußball mit Gleichgesinnten zu beobachten. Im neuen Strandbad bietet der „Livingroom“ eine Live-Übertragung der wichtigsten Spiele.

Public Viewing macht nur mit österreichischer Teilnahme Sinn

Ähnlich, wie Pressbaums Bürgermeister, sieht das auch Purkersdorfs Amtskollege Karl Schlögl, der einst auch selbst am Fußballplatz aktiv war. „Ja, ich war nicht so schlecht“, zeigt er sich unbescheiden. Das stellte er auch vor zwei Wochen bei einem Charity-Turnier in Purkersdorf unter Beweis. „Es geht klarerweise nicht mehr so gut wie früher. Ich habe zu große Angst davor, mich zu verletzen“, so Schlögl. Seine Lieblingsmannschaft sei Österreich, da wir aber nicht bei der WM dabei sind, hat er kein Team, dem er die Daumen drückt. „Favoriten sind für mich Brasilien und Spanien“, stimmt Schlögl damit auch mit dem Tipp Schmidl-Haberleitners überein.

Purkersdorfs Stadtchef versucht ebenfalls so viele Spiele, wie möglich zu sehen. Public Viewing gibt es in Purkersdorf keines. „Das wäre vielleicht eine Überlegung wert, wenn Österreich dabei wäre. Aber in einigen Gasthäusern sind extra Fernseher aufgestellt worden“, so Schlögl.

Mit Fußball gar nichts am Hut hat der Gablitzer Ortschef Michael Cech. „Es gibt für mich nur den SV Gablitz. Da fiebere ich schon immer mit. Alles andere ist mir eher egal“, gibt Michael Cech zu. Er habe generell den Eindruck, dass die Fußball-WM in Gablitz nicht sehr enthusiastisch verfolgt werde.

Große Fachkenntnis stellt Wolfsgrabens Bürgermeisterin Claudia Bock zur Schau 

„Ich werde vermutlich kaum etwas von der WM sehen das Finale werden wir uns aber nicht entgehen lassen. Zu diesem Zeitpunkt sind wir in Griechenland und da ist es für uns schon fast Tradition, dass wir das Spiel in einer bestimmten Taverne anschauen werden“, verrät die Ortschefin. Sie selbst drückt Deutschland die Daumen. „Es wäre aber auch Argentinien und Lionel Messi zu vergönnen, dass sie wieder einmal Weltmeister werden“, so Bock.

Mauerbachs Bürgermeister Peter Buchner hält zu Brasilien und die sind auch gleich Favorit für ihn. „Brasilianer haben die beste Technik und spielen noch echten Fußball“, ist Buchner überzeugt. Er selbst versucht auch viele Spiele zu sehen. „In unseren Gasthäusern kann man gemeinsam Fußball schauen, ich glaube sogar, dass der Würstelstand einen Fernseher aufgestellt hat“, so Buchner über Mauerbachs „Public Viewing“. Er selbst wird sich die Spiele dort anschauen. „Die Fußball-WM ist ein gesellschaftspolitisches Ereignis und daher wichtig. Man kommt über den Sport einfach leichter ins Gespräch“, so Buchner.

Keine Zeit für WM

Tullnerbachs Ortschef Johann Novomestsky hat in den nächsten Wochen nicht allzu viel Zeit. „Wichtige Projekte stehen vor Entscheidungen“, so der Ortschef. Dennoch wird er versuchen einige Spiele zu sehen, „versprechen kann ich jedoch nichts“, sagt er. Favoriten hat er keinen und Lieblingsmannschaft eigentlich auch nicht. „Das kommt meistens im Laufe eines solchen Turniers“, so Novomestsky. Wenn er sich ein Spiel anschaut, dann im Kreise seiner Familie oder mit guten Freunden.

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