Region Purkersdorf: Sparen liegt im Trend. Banken der Region veranstalten anstatt des Weltspartags mehrere Weltspartage. Hinsichtlich der Sparvarianten vertrauen Bürger vermehrt auf Wertpapiere und Fondsparpläne.

Von Renate Hinterndorfer und Melanie Baumgartner. Erstellt am 21. Oktober 2020 (03:31)
Symbolbild
Weingartner-Foto

Am Freitag, 30. Oktober, ist Weltspartag. Wegen der Coronapandemie wird dieser heuer aber etwas anders als in den letzten Jahren zelebriert werden. Bei der Raiffeisenbank Wienerwald gibt es nicht einen, sondern mehrere Weltspartage, die beginnend mit Dienstag, 27. Oktober, zwei Wochen lang andauern. „Ziel ist es, zu große Kundenansammlungen zu vermeiden. Im Vordergrund steht nach wie vor die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter“, heißt es dazu von der Raiffeisenbank Wienerwald. Geschenke für Kinder und Jugendliche gibt es auch heuer wieder. Bei der Raiffeisenbank Wienerwald rechnet man mit vielen Kunden. Gleichzeitig wird gehofft, dass sich die Besuche gut auf die zwei Wochen verteilen.

" Im Vordergrund steht nach wie vor die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter“

Aber nicht nur bei der Raiffeisenbank Wienerwald findet der Weltstpartag heuer in etwas anderer Form statt, auch bei der Volksbank sowie der UniCredit Bank Austria setzt man auf mehrere Weltspartage. Von Dienstag, 27. bis Freitag, 30. Oktober, kann in den Filialen der UniCredit Bank Austria gespart werden. Um die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden zu gewährleisten, können letztere während der Weltspartage Termine zu Finanzangelegenheiten und Veranlagungslösungen vereinbaren. Geschenke zum Weltspartag wird es auch heuer wieder geben. Darüber hinaus werden die vorgesehenen Weltspartagsgeschenke von der UniCredit Bank Austria an Kooperationspartner wie das SOS Kinderdorf sowie an lokale karitative Organisationen, Kindergärten und Schulen gespendet. Das sind heuer etwa Bienen-Bücher oder Karabiner für Schlüssel oder Trinkflaschen.

Auch in den Volksbank-Filialen der Region gibt es zu den Weltspartagen, die von 28. bis 30. Oktober stattfinden, Geschenke. Die Zahl der Besucher am Weltspartag ist allerdings in den letzten Jahren gesunken, wie Peter Digruber von der Volksbank Niederösterreich erzählt. „Das liegt daran, dass zwei Drittel unserer Kunden nur noch Online-Banking nutzen“, sagt Digruber.

Sparen liegt weiterhin im Trend. Das klassische Papier-Sparbuch gibt es bei der Volksbank nach wie vor. „Aber es hat immer weniger Bedeutung“, meint Digruber. Viele Leute nutzen heutzutage Fondssparpläne oder Bausparen, beobachtet man bei der Volksbank.

Auch bei der Raiffeisenbank Wienerwald bemerkt man ein Plus bei Online-Sparvarianten. „Gerade in der schon länger anhaltenden Niedrigzinsphase gewinnen auch andere Veranlagungsformen immer mehr an Bedeutung“, erzählt Raiffeisen-Chef Neumayer. Um hier gerüstet zu sein, hat die Raiffeisenbank Wienerwald Anfang des Jahres ein eigenes Kompetenzzentrum installiert. Dort befassen sich die Mitarbeiter mit der komplexen Kundenberatung im Veranlagungsgeschäft. Das Thema Nachhaltigkeit erfahre auch im Veranlagungsbereich einen starken Aufschwung. Produkte, wie beispielsweise Nachhaltigkeitsfonds werden immer stärker nachgefragt.

Eine Umfrage der Bank Austria zeigt, dass das Veranlagen in Wertpapieren weiter zunimmt. „Die Überzeugung, nur so Rendite erzielen zu können, setzt sich weiter durch“, heißt es. Klassische Sparprodukte werden aber weiterhin genutzt.

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