Mehr Überwachung an der „Rennstrecke“. 24.000 Autos fahren tagtäglich darauf, einige davon auch viel zu schnell. Bezirkshauptmann will sich Problem anschauen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:48)
NOEN, Gruber
Eine fix montierte Radarbox auf der Wiener Straße könnte bald der Vergangenheit angehören. Mobilen Geräten gehört die Zukunft.

Das Verkehrsproblem auf der Wiener Straße in Purkersdorf gibt es fast schon so lange wie die Straße oder den Autoverkehr selbst. In der Zwischenzeit haben sich entlang der Straße aber viele Bewohner und Firmen angesiedelt, die unter dem hohen und intensiven Verkehrsaufkommen leiden.

Täglich brausen durchschnittlich 24.000 Autos auf dem Weg nach Wien und von Wien nach Purkersdorf auf der Wiener Straße. Ab der Wiener Stadtgrenze sind sogar 60 Kilometer pro Stunde (km/h) erlaubt, doch viele fahren viel schneller. Da helfen auch die beiden Radarboxen nichts, die seit einiger Zeit an derselben Stelle stehen.

Mobile Radargeräte wären Möglichkeit

„Ich glaube nicht, dass eine Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h eine Veränderung bei den Rasern bringen würde“, begründet der Bezirkshauptmann von St. Pölten-Land, Josef Kronister. Purkersdorfs Bürgermeister Karl Schlögl wäre für eine einheitliche Geschwindigkeitsbegrenzung, beginnend von der Stadtgrenze bis hin zum Wienerwaldsee. „Das Aufstellen der Radarboxen und die Radarmessungen durch die Polizei liegen nicht in meinem Bereich, sondern sind Sache des Bezirkshauptmannes“, erklärt Schlögl.

Von den fix montierten Radarboxen hält Kronister nichts: „Die haben nur auf etwa 200 Metern eine Wirkung, nämlich kurz davor und kurz danach. Dann wird wieder beschleunigt.“

Er werde sich die Situation einmal genauer anschauen. „Ich könnte mir eine mobile Radarüberwachung der Wiener Straße vorstellen, damit dieser Abschnitt nicht zu einer Rennstrecke verkommt“, so Kronister.

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