Über 1.000 Testungen in der Region Purkersdorf. Die Kleinregion „Wir 5 im Wienerwald“ hat sofort auf die Öffnung der Dienstleister reagiert und eine zusätzliche Testmöglichkeit in der Gablitzer Glashalle geschaffen.

Von Melanie Baumgartner und Monika Närr. Erstellt am 10. Februar 2021 (04:19)
Vizebürgermeister Andreas Kirnberger, Bürgermeister Stefan Steinbichler (beide Purkersdorf), Bürgermeister Michael Cech (Gablitz), Bürgermeister Peter Buchner (Mauerbach), Vizebürgermeister Georg Kabas (beide Mauerbach) und Vizebürgermeister Viktor Weinzinger (Purkersdorf) (v. l.) bei der Übergabe in Gablitz.
privat

Mit Öffnung der Dienstleister wie Friseure, Kosmetikstudios oder Fußpfleger und der dafür erforderlichen negativen Antigen-Tests hat auch die Kleinregion „Wir 5 im Wienerwald“ sofort auf den erwarteten verstärkten Ansturm reagiert. Bereits vergangenen Mittwoch verkündete die Gemeinde Gablitz, deren Glashalle gemeinsames Testzentrum für die fünf Gemeinden der Kleinregion ist, dass sie die Halle komplett umgebaut habe: „Drei Teststraßen, mehr Abstand, kürzest mögliche Wartezeiten“, verlautete Bürgermeister Michael Cech zur optimierten Logistik vor Ort.

Rekordtag mit 1.021 Tests

Montag konnte sich die NÖN persönlich von der Lage in der Glashalle überzeugen. Michael Cech hatte noch Sonntagabend über Facebook aufgerufen, nur dann gleich in der Früh zu kommen, wenn man unmittelbar einen Test benötige. Offenbar brauchten diesen aber viele, „denn alleine in der ersten Stunde machten wir 244 Tests, an einem Durchschnittstag sind es normalerweise rund 365“, so die vor Ort verantwortliche Gablitzer Gemeindemitarbeiterin Petra Hasiber. Fast dreimal so viele waren es aber dann, „das Tagesresultat war das bisherige Rekordergebnis mit 1.021 Tests“, weiß auch der Tullnerbacher Bürgermeister Johann Novomestsky zu berichten. Und er ergänzt: „Eine begeisterte Kundin war sogar mit zwei Paketen Krapfen für alle Mitarbeiter gekommen.“

„Auch in der ersten dichten Morgenstunde ging alles sehr zügig voran, wir bekamen viel Lob, viele Testpersonen kannten sich ja schon aus bei uns, nur vereinzelte Personen waren erstmals da“, fügte Hasiber hinzu.

In der ersten Woche des verstärkten Ansturms ist Mauerbach für den Betrieb verantwortlich, nach dem die Organisation in den beiden vorigen Test-Wochen von Gablitz und Purkersdorf geleitet wurde. In den kommenden Wochen wird die Teststraße auch von Tullnerbach und Wolfsgraben betrieben. „Mit den Teststraßen in der Gablitzer Glashalle stellen wir sicher, dass alle, die es brauchen, so rasch wie möglich zu ihrem Testergebnis kommen“, betont Cech. Die verstärkten Testmöglichkeiten stehen folgenden Zielgruppen zur Verfügung: Der Bevölkerung der Region und des Landes, Arbeitnehmern der Region sowie Kunden und Unternehmen in der Region.

Voranmeldung erbeten

Zudem wird natürlich weiter mit Freiwilligen, Rotem Kreuz und Samariterbund kooperiert, um die Wartezeit für eine Testung in Gablitz so kurz wie möglich zu halten. Ersucht wird um unbedingte Voranmeldung unter testung.at/anmeldung, da dies die Abwicklung vor Ort vereinfacht und verkürzt. Wer sich für einen Test ab 25. Jänner schon einmal angemeldet hat, für den ist eine neuerliche Anmeldung nicht erforderlich. Wer nur bei einem der Flächentests im Dezember 2020 und Jänner 2021 angemeldet war, für den ist eine neuerliche Anmeldung notwendig.

Mitzubringen sind idealerweise die Anmeldung sowie jedenfalls e-Card und ein Lichtbildausweis, eine FFP2-Maske ist zu tragen. Der Antigen-Test ist kostenlos, das Ergebnis kommt direkt auf das Mobiltelefon.