Claudia Bock: „Jetzt erst recht“. Bürgermeisterin strebt eine weitere Periode an Spitze des Gemeinderates an.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 24. März 2019 (04:41)
NÖN
Bürgermeisterin Claudia Bock wird auch bei der nächsten Gemeinderatswahl als Spitzenkandidatin antreten.

Im Sommer des Vorjahres rang Bürgermeisterin Claudia Bock noch mit der Entscheidung, ob sie noch einmal bei einer Gemeinderatswahl als Spitzenkandidatin antritt.

Nach einem Hin und Her und einem persönlichen Schicksalsschlag entschloss sich die einzige Bürgermeisterin der Region, noch einmal zu kandidieren. Mit der NÖN sprach sie über die Gründe.

NÖN: Was ist geschehen, dass Sie sich nun doch für eine neuerliche Kandidatur entschieden haben?

Claudia Bock: Es gibt mehrere Gründe dafür. Einer der Hauptgründe ist sicherlich das Bauprojekt Hauptstraße 54 bis 56. Ich wollte nicht mitten in dem Projekt aufhören, schon gar nicht, nachdem sich die Opposition derartig auf mich eingeschossen hat. Sollte ich jetzt gehen, dann würde das mit dem Nimbus einhergehen, ich hätte irgendetwas falsch gemacht. So denke ich mir „Jetzt erst recht“. Ich bin ein Kämpfer und solche Rückschläge machen mich nur stärker.

Sie haben auch einen persönlichen Rückschlag erlitten. Hat Ihre Entscheidung auch damit zu tun?

Bock: Der Tod meines Mannes im Vorjahr ist sicher auch mit ein Grund weiterzumachen. Mit der Kandidatur habe ich noch eine andere Aufgabe und das hilft vielleicht auch ein bisschen über die Trauer und den schmerzlichen Verlust hinweg.

Wie soll es in der nächsten Gemeinderatsperiode weiter gehen?

Bock: Diese Dinge sind eine Teamentscheidung und da sind wir im Moment noch nicht ganz so weit. Wir haben jetzt noch einiges aufzuarbeiten.

Sie sind die längstdienende Bürgermeisterin des Bezirkes, macht das stolz?

Bock: Ja, natürlich. Ich erfahre auch viel Rückhalt durch die Landespartei.