Leberkäse: Gut und günstig. Leberkäse im Test: Viele billigere Produkte schneiden sehr gut ab. Die Herkunft des Fleisches ist aber oft ungeklärt.

Von Gina Christof. Erstellt am 29. September 2014 (10:04)
NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

„Wir sind stolz auf unseren Leberkäse“, fasst Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) und Bereichsleiter der Untersuchung, die Ergebnisse zusammen.

So schnitten von den 33 getesteten Produkten immerhin 27 mit sehr gutem oder gutem Ergebnis ab. Zwei Anbieter kamen dabei auch aus NÖ: Windisch aus Wiener Neustadt (sehr gut) und Gugerell aus Aspang (gut).

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Teuer muss nicht immer gut sein

„Auffallend ist, dass guter Leberkäse nicht immer am teuersten sein muss“, sagt Floss.

Am schlechtesten bewertet wurden der Spar Natur pur Bio-Leberkäse sowie der Gumprecht Pferdeleberkäse. Beide erhielten das Prädikat „Nicht zufriedenstellend“. Der Gumprecht Leberkäse sei schon im Geschäft unter nicht idealen Bedingungen gelagert worden und dadurch verdorben gewesen.

Abgelaufen vor Ablaufdatum

Beim Spar Bio-Leberkäse – der auch mit dem Biosiegel der Agrarmarkt Austria (AMA) ausgezeichnet ist – habe sich das Mindesthaltbarkeitsdatum als zu lang erwiesen, erklärt Martin Greßl, Leiter der AMA-Abteilung Qualitätsmanagement. Dadurch sei das Produkt trotz Lagerung unter optimalen Bedingungen noch vor dem Ablaufdatum verdorben gewesen. „Spar wird Schritte einleiten und wohl als Erstes die Mindesthaltbarkeit zurücksetzen“, sagt Greßl.

Ein Problem, das bei fast allen Produkten aufgekommen sei, sei das der Herkunft des Fleisches gewesen, so Floss. „Bis auf Produkte mit dem AMA-Gütesiegel war es schwierig herauszufinden, wo das Tier geboren, geschlachtet und gemästet wurde“, so Floss.